28.09.2019, 22:51 Uhr

Vortrag im Volkskundemuseum „Utopie in der Landwirtschaft“

Wie in diesem Almanach der Wiener Unsinnsgesellschaft aus dem Jahr 1818 stellte man sich ein russisches Dorf im 21. Jahrhundert vor. (Foto: OFM Neusath-Perschen)Wie in diesem Almanach der Wiener Unsinnsgesellschaft aus dem Jahr 1818 stellte man sich ein russisches Dorf im 21. Jahrhundert vor. (Foto: OFM Neusath-Perschen)

Die „Vorstellung vom Paradies“ im Sinne einer aufgeklärten und innovativen Landwirtschaft seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ist Thema eines Vortrages von Dr. Birgit Angerer, Museumsleiterin des Oberpfälzer Freilandmuseums Neusath-Perschen.

BURGLENGENFELD Am Donnerstag, 10. Oktober, beschäftigt sie sich um 18.30 Uhr im neu gestalteten Vortragsraum des Oberpfälzer Volkskundemuseums mit Vorstellungen und Utopien seit dem Zeitalter der Aufklärung. Der Eintritt pro Person beträgt drei Euro, eine Platzreservierung ist möglich unter der Telefonnummer 09471/ 602583 oder per Mail an museumbul@gmx.de. Einlass ist ab 18 Uhr.

Haben wir uns mit dem legendären ersten Biss in den Apfel schuldig gemacht? Existierte jemals ein goldenes Zeitalter, dass Vergil in seinen Metamorphosen mit den Worten beschreibt:„ Auch gab die Erde, frei von Pflichten und Lasten, von keiner Hacke berührt, von keiner Pflugschar verletzt, alles von selbst“? Und von da an ging‘s bergab? Oder gerade andersherum? Wird der Fortschritt uns letztlich in eine wunderbare Zukunft führen?

Das sind die grundsätzlichen Fragen, mit denen sich Utopien immer wieder beschäftigen und sie begründen, warum ein Blick in ihre Geschichte unbedingt nötig ist. Zu Recht bezeichnet man unser Zeitalter als das Anthropozän, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Der Vortrag von Dr. Angerer ging aus einer Wanderausstellung hervor, die sechs bayerische Museen zusammen geplant haben. Ansatz dieser Ausstellung war es, einen spannenden Zugang zu dem Thema Landwirtschaft zu finden, denn Utopien und Dystopien hat es wohl immer schon gegeben.


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