11.04.2019, 14:26 Uhr

Landwirtschaft Zuchtviehauktion in Schwandorf – ausbleibende Niederschläge sorgen für Zurückhaltung bei Käufern

Der Betrieb Graf aus Mülles im Landkreis Amberg-Sulzbach züchtete diesen Jungbullen des Bullenvaters „Hutill“ (Kat.Nr. 3), der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an die Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau überstellt wurde. (Foto: Rudolf Traxinger)Der Betrieb Graf aus Mülles im Landkreis Amberg-Sulzbach züchtete diesen Jungbullen des Bullenvaters „Hutill“ (Kat.Nr. 3), der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an die Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau überstellt wurde. (Foto: Rudolf Traxinger)

Die Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am Mittwoch, 10. April, war geprägt von einer verhaltenen Nachfrage nach Zuchtrindern.

SCHWANDORF Trotz der Ankündigungen von Regenfällen im Wetterbericht in den letzten Wochen hat es in den meisten Teilen der Oberpfalz kaum bis gar nicht geregnet. Mit Sorge blicken nun viele Betriebe auf die nur mehr knapp vorhandenen Futtervorräte und erwarten sehnlichst, dass es auf den Wiesen den erhofften guten Aufwuchs gibt. Anstehende Bestandsergänzungen werden vor diesem Hintergrund zurückgestellt. Beim Zuchtviehmarkt war dies deutlich zu spüren und führte zu sich abschwächenden Erlösen in allen Kategorien.

Bei den Zuchtbullen wurden diesmal 14 hoffnungsvolle Jungbullen mit durchwegs sehr guter Qualität angeboten. Sechs hoch vorgeschätzte Jungbullen wurden zum Prüfeinsatz von den Besamungsstationen Neustadt an der Aisch und Marktredwitz-Wölsau für den Prüfeinsatz erworben. In den Natursprung konnten weitere vier sehr gut entwickelte Jungbullen verkauft werden.

Mit 69 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen, elf Kühen mit mehreren Kalbungen und einer Kalbin war die Auktion mit weiblichen Großtieren diesmal etwas schwächer beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchwegs mit guter Qualität und hoher Milchleistung. Wegen der bereits oben geschilderten Situation war die Versteigerung von Beginn weg geprägt von nur zögerlichen Geboten. Die Käufer legten diesmal größten Wert auf die funktionalen Merkmale der Tiere. Hohe Preise von über 2.000 EUro wurden nur für einige wenige sehr gute Tiere geboten. Tiere mit Ansagen fanden diesmal keinen Käufer. Einigen Verkäufern war der gebotene Preis zu gering und die Tiere wurden nicht abgebeben. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1.582 Euro ein Durchschnittspreis, der um nahezu 150 Euro unter dem Erlös der Vormonatsauktion war. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der Jungkühe lag diesmal bei sehr hohen 29,9 Kilo.

Die Auktion der weiblichen Zuchtkälber war mit 137 angebotenen Tieren diesmal sehr gut beschickt. Ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber konnten abgesetzt werden. Die erzielbaren Erlöse gaben jedoch diesmal aufgrund schwächerer Nachfrage nach. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 305 Euro pro Kalb ein Durchschnittspreis, der um 56 Euro niedriger lag als bei der Auktion im März. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 8. April 2019 war geprägt von guter Nachfrage mit ansprechenden Preisen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 92 Kilo wurde ein Erlös von 5,96 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 493 Euro (ohne Mehrwertsteuer) anlegen.


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