17.02.2019, 21:54 Uhr

Aktion des LBV Neues Brutbiotop für Kiebitze an den Langwiedteichen


Sein Federschopf verleiht ihm ein keckes Aussehen. Und wer das Glück hat, einen Kiebitz bei seinen rasanten Balzflügen zu beobachten versteht, warum dieser Vogel auch als Kobold der Lüfte bezeichnet wird.

SCHWANDORF Die ersten Durchzügler des in Südeuropa überwinternden Vogels wurden bereits im Landkreis Schwandorf gesichtet. Von den Aktiven beim Landesbund für Vogelschutz wird er schon mit Spannung erwartet. An den Langwiedteichen bei Nabburg richten sie für die etwa taubengroßen Vögel ein Brutbiotop her. Im letzten Jahr konnten sie sich dort über die letzten beiden Brutpaare des selten gewordenen Vogels im Landkreis Schwandorf freuen. Heuer sollen es wieder mehr werden, hoffen der LBV-Vorsitzende Zeno Bäumler und seine Mitstreiter.

Eine flache Mulde am Boden und ein paar Grashalme, fertig ist das Kiebitznest. Damit die brütenden Kiebitze Feinde rechtzeitig wahrnehmen können, darf das Gras nicht zu hoch sein. Auch Büsche und Bäume in Nestnähe mögen die Bodenbrüter nicht. Sowohl die Eier, als auch die Jungvögel sind durch ihre Färbung zwar bestens an die Umgebung angepasst und deshalb schwer zu entdecken. Doch die Vögel lassen sich nur dort nieder, wo alles passt. In den vergangenen Wochen setzte eine Fachfirma unter der Mithilfe von LBV-Mitgliedern Büsche und Hecken auf den Stock. Einiges Schnittgut schichteten sie zu Haufen auf, die nun Amphibien oder Eidechsen als Versteck dienen. In den auf der angrenzenden Wiese angelegten Senken kann sich Wasser sammeln. Dort können die Kiebitze mit ihren Jungen auf Nahrungssuche gehen. Natürlich wurden die Maßnahmen mit den Naturschutzbehörden abgestimmt.

Wer mehr erfahren will, ist zu einem Rundgang an den Langwiedteichen eingeladen. Mitglieder der LBV-Kreisgruppe informieren am Sonntag, 28. April, um 15 Uhr über das Artenschutzprojekt für den Kiebitz und andere Wiesenbrüter.


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