21.01.2019, 11:50 Uhr

Kultur und Natur Freunde des Hofer Geopfads befassen sich mit dem „Theresienstein“ unter dem Aspekt der Kunst

(Foto: Lippert)(Foto: Lippert)

„Nächste Haltestelle Meinels Bas“ – unter diesem Motto treffen sich die Freunde des Hofer Geopfads „Theresienstein“ regelmäßig in der Traditionswirtschaft.

HOF Zuletzt kam die Gruppe zusammen, um ihr Wissen über die Unterwelt von Hof und Umgebung auszutauschen. Auf der Agenda standen dabei unter vielem anderen die unterirdischen Wasserbehälter der Stadt und deren Verwendungszweck. Weiter ging die bildliche Reise in den Stollen Arnleithe, wobei die frühere Arbeit der Hofer Bergleute gewürdigt wurde. Dabei ging es auch darum, ob man Hof wirklich aufgrund seiner Geschichte eine „Bergarbeiterstadt“ nennen darf. Diverse historische Überlieferungen, unter anderem das „Berggeschrei“ des 16. Jahrhunderts, der Ruf von der Kanzel der Michaeliskirche „Bergfreiheit“, die Existenz der Hofer Zinnschmelzhütte sowie die Stollenanlagen in Leimitz untermauern für viele diese These. Spätestens bei Leimitz fiel der Blick auf Fragen der Entwässerung der Stollen und der Nutzung des Stollenwassers für die Versorgung der Brunnen in der Stadt. Einmal beim Wasser angekommen, ging es inhaltlich weiter zu größeren bergbaulichen Objekten. Alexander von Humboldt hatte nach sächsischem Vorbild den Wasserlösestollen in Lichtenberg entworfen. Virtuell wurden die ersten 200 Meter des Stollens befahren. Es ist der einzig öffentlich befahrbare Wasserlösestollen in Bayern.

Die Gruppe trifft sich am 21. Februar um 19 Uhr das nächste Mal in der „Meinels Bas“. Dann steht unter anderem der „Theresienstein“ unter dem Aspekt der Kunst im Mittelpunkt des Interesses. Der „Stein“ war und ist beliebter Standort für Maler, Architekten, Steinmetze und Hobbykünstler. Alte Ansichtskarten werden dabei betrachtet und diskutiert, aber auch Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern. Interessierte sind herzlich eingeladen.


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