19.01.2019, 11:23 Uhr

„EnergieMonitor“ Die Stadt Grafenwöhr behält die Energiewende fest im Blick

Freuen sich über den Start des „EnergieMonitors“ in Grafenwöhr: Bürgermeister Edgar Knobloch (r.), Michael Wittmann (l.) und Markus Windisch (2. v. l.) vom Bayernwerk sowie Stadtbaumeister Hans Rettinger (2. v. r.). Foto: Bayernwerk AG (Foto: Bayernwerk AG)Freuen sich über den Start des „EnergieMonitors“ in Grafenwöhr: Bürgermeister Edgar Knobloch (r.), Michael Wittmann (l.) und Markus Windisch (2. v. l.) vom Bayernwerk sowie Stadtbaumeister Hans Rettinger (2. v. r.). Foto: Bayernwerk AG (Foto: Bayernwerk AG)

Grün und regional: Künftig soll auch der Strom am besten direkt vom Nachbarn kommen. Daran arbeitet ab sofort auch die Stadt Grafenwöhr (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) mit dem sogenannten „EnergieMonitor“. Als erste Kommune in der Oberpfalz behält die Stadt künftig Energieerzeugung und -verbrauch vor Ort mit dem innovativen Online-Tool des Bayernwerks im Blick – mit klarem Kurs auf die Energiewende „dahoam“.

GRAFENWÖHR Möglichst grüne Energie lokal zu erzeugen und zu verbrauchen, dieses Ziel haben Energieversorger und ihre Kunden gleichermaßen. Um auf dem Weg in die Energiezukunft auf Kurs zu bleiben, brauchen Kommunen und Landkreise deshalb zuallererst einen aktuellen Überblick über ihre örtliche Energiesituation. „Mit unserem innovativen EnergieMonitor können wir diese Transparenz schaffen“, verspricht Michael Wittmann vom Bayernwerk, der das Online-Tool am Freitag (18. Januar) im Grafenwöhrer Rathaus präsentierte. „Ich erhoffe mir, dass wir mit dem EnergieMonitor unsere Bürgerinnen und Bürger nachhaltig für die Energiewende vor Ort begeistern“, sagte Bürgermeister Edgar Knobloch beim Startschuss.

Energiedaten im 15-Minuten-Takt

Der EnergieMonitor stellt in einer online einsehbaren Übersicht, dem digitalen Dashboard, Energieerzeugung und -verbrauch in einer Kommune oder einem Landkreis übersichtlich dar. So lässt sich mit einem einzigen Blick erkennen: Wie unabhängig kann sich eine Region schon heute mit Energie versorgen? Und wie hoch ist dabei der Anteil erneuerbarer Energien? Die Echtdaten zu Verbrauch und Erzeugung vor Ort werden dabei im 15-Minuten-Takt aktualisiert. Die Energiewende „dahoam“ kann quasi „live“ mitverfolgt werden. Am Ende eines Tages kann die Region zusätzlich Bilanz ziehen: Wie grün war der örtliche Energiemix heute?

Entwickelt hat der Energieversorger Bayernwerk den „EnergieMonitor“ gemeinsam mit drei Pilotkommunen. Angereichert um die praktischen Erfahrungen aus der Gemeinde Furth, dem Markt Altdorf (beide Niederbayern) und der Stadt Schrobenhausen (Oberbayern) steht das innovative Online-Tool seither allen Kommunen und Landkreisen im Bayernwerk-Netzgebiet offen. Die Stadt Grafenwöhr ist nun die erste Kommune in der Oberpfalz, die den „EnergieMonitor“ strategisch nutzen möchte.

Lokale Energiemärkte schaffen

Denn der „Live“-Überblick über die örtliche Energiesituation ist nur der erste Schritt auf dem Weg in eine dezentrale Energiezukunft: Ausgehend vom EnergieMonitor möchte das Bayernwerk gemeinsam mit seinen derzeit mehr als 1.200 Partnerkommunen lokale Energiemärkte schaffen, die zum einen regenerative Energien vor Ort fördern und zum anderen die lokale Wertschöpfung unterstützen. „Lokal erzeugten Strom, am besten direkt vom Nachbarn. Das ist die Vision, die wir mit dem EnergieMonitor und den anstehenden weiteren Schritten hin zum lokalen Energiemarkt vorantreiben“, erklärte Michael Wittmann vom Bayernwerk. „Mit dem EnergieMonitor ermöglichen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick über den eingespeisten Energiemix in Grafenwöhr und fördern so gleichzeitig das Energiebewusstsein in der Bevölkerung“, sagte Bürgermeister Edgar Knobloch.


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