21.06.2018, 15:52 Uhr

Industriefläche wird wieder grün „Bayern muss wieder blühen“ – Umweltministerium erhält Maxhütte-Flächen in der Oberpfalz

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Ehemalige Abbau- und Vorratsflächen der Maxhütte in Auerbach sollen wieder erblühen. Damit werden hochwertige Lebens- und Rückzugsräume für Insekten, Feldvögel und andere gefährdete Arten geschaffen.

AUERBACH/LANDKREIS AMBERG-SULZBACH Das Umweltministerium übernimmt dazu große ökologisch wertvolle Flächen der ehemaligen Maxhütte. Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte dazu heute in Auerbach: „Bayern muss wieder blühen. Der Freistaat Bayern wird hier seiner Verantwortung auf staatseigenen Flächen gerecht. Wir wollen die ehemaligen Bergbauflächen wieder mit neuem Leben füllen. Auf rund 160 Hektar, einer Fläche zehn Mal so groß wie die Insel Frauenchiemsee, entsteht ein riesiges Schmuckstück des Biotopverbunds. Zusammen mit bereits bestehenden angrenzenden Naturschutzgebieten wie zum Beispiel der ‚Grubenfelder Leonie‘ wird hier ein weiteres Bauteil unserer Öko-Firewall für den Artenschutz entstehen.“ Für die Betreuung der insgesamt 201 Grundstücke vor Ort wurde heute eine Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium, dem Bayerischen Naturschutzfonds, dem Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach sowie dem Landesbund für Vogelschutz geschlossen. Der Bayerische Naturschutzfonds wird nun naturschutzfachliche Konzepte erstellen, die dann mit den Partnern vor Ort auf den einzelnen Flächen umgesetzt werden sollen. Beispielsweise sollen Biotopverbünde gegründet, Blühflächen angelegt und Flächen in das Vertragsnaturschutzprogramm überführt werden. Huber: „Klar ist: Ein solches Projekt kann nur gelingen, wenn alle zusammen an einem Strang ziehen. Dazu wollen wir auch die Landwirte vor Ort begeistern. Durch eine dem Standort angepasste Pflege können auch sie helfen, die Schätze der Natur sowie die Artenvielfalt zu stärken.“

Mit diesen Maßnahmen auf staatlichen Flächen ergänzt das Umweltministerium den „Blühpakt Bayern“, ein neu gestartetes Großprojekt zum Insekten- und Artenschutz. Gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Landschaftspflegeverbänden sollen beispielsweise insektenfreundliche Maßnahmen in den Kommunen umgesetzt werden. Auch eine deutliche Aufstockung des Vertragsnaturschutzes sowie ein Wettbewerb sind Bestandteil des Projekts.


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