01.06.2018, 19:31 Uhr

Tierisch „Kein Leben ohne (Wild-) Bienen“ – alles über Wildbienen, Hummeln und Hornissen

(Foto: Meinrad Lohmüller)(Foto: Meinrad Lohmüller)

Seit Anfang Juni ist nun der zweite Teil des Ausstellungsprojekts „Kein Leben ohne (Wild-)Bienen“ im Stadtmuseum Schwandorf zu sehen, das in Zusammenarbeit mit dem Projekt Wildbienenschutz Rottenburg am Neckar, präsentiert wird.

SCHWANDORF Meinrad Lohmüller, der Initiator dieser Naturschutzinitiative, der als Experte für Wildbienen auch die Gestaltung und den Inhalt der Ausstellung entwickelt hat, wird daher am Sonntag, 10. Juni 2018, nachmittags um 14.30 Uhr einen Vortrag zu dieser interessanten Insektengruppe im Stadtmuseum gestalten und ebenso durch die Sonderausstellung führen. Hierzu lädt das Stadtmuseum alle Natur- und Museumsinteressierte herzlich ein, denn Meinrad Lohmüller wird dazu extra aus Rottenburg am Neckar (Baden-Württemberg) anreisen.

Teil II: Wildbienen, Hummeln und Hornissen – Ausstellung des Projekts für Wildbienenschutz, Rottenburg am Neckar

1. Juni bis 9. September 2018

Stechende Insekten haben ein schlechtes Image bei uns Menschen. Viele vermeiden ihren Kontakt oder haben sogar Angst vor ihnen. Doch diese Insektenfamilien gehören wegen ihrer wichtigen Funktion im Haushalt der Natur zu einer sehr interessanten Gruppe der Hautflügler. Die Ausstellung der Initiative Wildbienenschutz (www.wildbienenschutz.de) stellt diese faszinierenden Insekten vor und gibt einen Einblick in deren Lebensweise und Biologie. Im Mittelpunkt beim zweiten Teil des Ausstellungsprojekts im Stadtmuseum Schwandorf stehen dabei die Wildbienen. Auf ansprechenden Tafeln mit zahlreichen Fotos werden Bedeutung, Gefährdung und Schutzmöglichkeiten aufgezeigt, ergänzt durch eine umfassende Sammlung an Nisthilfen und begleitende Informationen zu deren Bau für den heimischen Garten. Auf den Schautafeln werden interessante Informationen vermittelt über Wildbienen als Blütengäste, das Nest der Mauerbiene, Nistplätze und Baumaterialien, Nutznießer und Gegenspieler der Wildbienen, weitere Bewohner von künstlichen Nisthilfen, Hornissen – friedliche Brummer.

Wie die Honigbienen sind auch die Wildbienen sehr innig an Blüten gebunden. Alle ernähren sich von Pollen und Nektar und tragen diese mit Hilfe speziell dafür ausgebildeter Organe auch zur Versorgung ihrer Nachkommen in vorbereitete Bruträume ein. Die erwachsenen Tiere aller Wildbienenarten besuchen Blüten, um Nektar zu saugen, gewissermaßen als „Flugbenzin“, während der eingetragene Pollen die Eiweißquelle für die Brut darstellt. Auch der Mensch profitiert von dieser Sammeltätigkeit, denn dabei werden Blüten bestäubt, besonders auch die der Obstgehölze. Gerade da, wo Honigbienen fehlen, können Wildbienen die entstandenen Bestäubungslücken füllen. Für viele wild wachsende Blütenpflanzen, die oft auch vereinzelt vorkommen und somit für die Honigbiene keine Bedeutung haben, sind Wildbienen wichtige Bestäuber. Aufgrund ihrer großen Artenanzahl und verschiedener Sammelarten nutzen sie ein größeres Spektrum an Blüten als die Honigbienen. Übrigens: Wildbienen, im Naturhaushalt unentbehrlich, sind durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Diese besagt, dass Wildbienen nicht gefangen, nicht getötet und ihre Nahrungsgrundlagen und Niststätten nicht beeinträchtigt oder zerstört werden dürfen.


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