25.05.2018, 17:38 Uhr

Die Stadt warnt Raupen des Eichenprozessionsspinners in Burglengenfeld entdeckt

Raupen des Eichenprozessionsspinners an einer einzelnen Eiche am Waldrand bei Schlag (Pottenstetten). (Foto: Stadt Burglengenfeld)Raupen des Eichenprozessionsspinners an einer einzelnen Eiche am Waldrand bei Schlag (Pottenstetten). (Foto: Stadt Burglengenfeld)

Die Stadtverwaltung Burglengenfeld bestätigt das Auftreten des Eichenprozessionsspinners im Ortsteil Schlag (Pottenstetten). „Die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners stellen eine akute gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar“, heißt es auf der Internetseite der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Am Montag, 28. Mai, sollen die Raupen an der Eiche in Schlag von einem fachkundigen Mitarbeiter des Bauhofes entfernt werden.

BURGLENGENFELD Am Donnerstagabend, 24. Mai, hatte eine Bürgerin auf Facebook ein Foto der Raupen des Eichenprozessionsspinners gepostet. „Wir sind diesem Hinweis am Freitag umgehend nachgegangen“, sagt Pressesprecher Michael Hitzek. Er habe Kontakt aufgenommen mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Kreisgartenamt am Landratsamt Schwandorf. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Weiß, Bauhof-Leiter Jürgen Stegerer und Bauhof-Mitarbeiter Franz Süß, zertifizierter Baumkontrolleur, fuhren danach nach Schlag, um die Raupen unter die Lupe zu nehmen. Demnach handelt es sich bei den gemeldeten Raupen tatsächlich um die Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Die Stadtverwaltung warnt daher außer den Anwohnern unter anderem Spaziergänger und Waldarbeiter davor, am Wochenende den Wald bei Schlag zu betreten. Die vom Eichenprozessionsspinner befallene Eiche steht direkt am Waldrand beim Anwesen Schlag 19. Am kommenden Montag sollen die Raupen von einem fachkundigen Mitarbeiter des Bauhofes entfernt werden.

Nach Kontakt mit den Raupenhaaren könne „die allergische Reaktion des Immunsystems individuell sehr unterschiedlich ausfallen“, so die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Zu den Symptomen gehören nach deren Angaben lokale Hautausschläge (Raupendermatitis), die sich in punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen äußern. Häufig bilden sich laut Landesanstalt Quaddeln am ganzen Körper. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen, heißt es weiter.

Ausführliche Informationen gibt es auf der Internetseite der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft unter www.lwf.bayern.de.

Nicht bestätigt hat sich dagegen ein weiterer Hinweis aus der Bevölkerung, wonach der Eichenprozessionsspinner auch am Eislaufplatz aufgetreten ist. Hierbei handelt es sich offenbar um eine der Gespinstmottenarten, siehe www.nrw.nabu.de. Der Eichenprozessionsspinner dagegen bevorzugt nahezu ausschließlich Eichen-Arten, nur selten ist er an anderen Bäumen zu beobachten.


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