11.04.2018, 09:33 Uhr

Abteufung Neue Grundwassermessstelle in Pirk soll neue Erkenntnisse zum Wasserschutzgebiet bringen

Hydrologe Klaus Meyer und Dritten Bürgermeister Rudolf Seidl bei der Begutachtung der ersten Bohrkerne. (Foto: Stadt Maxhütte-Haidhof)Hydrologe Klaus Meyer und Dritten Bürgermeister Rudolf Seidl bei der Begutachtung der ersten Bohrkerne. (Foto: Stadt Maxhütte-Haidhof)

Die weitere Schutzzone III B für die beiden Brunnen in Hagenau reicht in nördlicher Ausdehnung bis nach Deglhof. In Abstimmung mit dem Landratsamt Schwandorf und dem Wasserwirtschaftsamt Weiden schlägt das Sachverständigenbüro für Hydrogeologie Anders & Raum aus Landshut vor, südlich von Deglhof eine weitere Messstelle „Pirk III“ abzuteufen, um anhand der Fließrichtung des Grundwassersstroms neueste Erkenntnisse zu erhalten.

MAXHÜTTE-HAIDHOF Sollten sich die vom Ingenieurbüro in Aussicht gestellten Annahmen bewahrheiten, wäre es möglich, dass sehr umfangreiche Wasserschutzgebiet zu verkleinern. Dies hätte positive Auswirkungen auf sämtliche Bauvorhaben in diesem Bereich, da im Schutzgebiet erhöhte Sicherungsmaßnahmen bei jeglichen Bauvorhaben getroffen werden müssen. Dritter Bürgermeister Rudolf Seidl informierte sich mit Stadtbaumeister Gerhard Schmid und Bauamtsleiter Johannes Ortner bei Hydrologe Klaus Meyer, der Bohrungen leitet, vor Ort. Den Auftrag zur Erstellung der Grundwassermessstelle hat die Firma Marquardt aus Haßfurt zu einem Angebotspreis von 78.000 erhalten.

Gut zu wissen: Abteufen oder Teufen ist ein Begriff aus der Bergmannssprache. Der Begriff leitet sich aus der bergmännischen Bezeichnung „Teufe“ für Tiefe ab und bezeichnet das Herstellen von einem Schacht in die Tiefe. In der deutschen Erdöl- und Erdgasindustrie wird der Begriff synonym zu „bohren“ verwendet. „Eine Bohrung abzuteufen“ bedeutet also, ein Bohrloch in den Boden zu treiben.


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