25.02.2018, 19:35 Uhr

Konfliktpotential Teichwirte beklagen erhebliche Schäden – Fischotter-Managementplan soll aktualisiert werden

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Der Bestand des Fischotters nimmt in gesamt Ostbayern stark zu. So wird für das vergangene Jahr bayernweit mit mindestens 250 Anträgen auf Entschädigung und wirtschaftlichen Einbußen von bis zu einer Million Euro gerechnet, 2016 waren es noch 280.000 Euro. Insbesondere in der Oberpfalz beklagen die Teichwirte erhebliche Schäden.

SCHWANDORF Aufgrund dieser Entwicklung soll der im Juni 2013 vorgestellte Fischotter-Managementplan aktualisiert werden. Beratung, Prävention durch technische Maßnahmen und Entschädigungszahlungen wären nicht mehr ausreichend, eine Möglichkeit der Entnahme müsse geschaffen werden, so der CSU-Landtagsabgeordnete Alexander Flierl aus Schwandorf, der zusammen mit Abgeordneten des Landwirtschaftsausschusses einen entsprechenden Antrag initiiert hat.

Flierl: „Bei Kormoran und Biber ist es in Bayern bereits gelungen, Konfliktpotential wirksam abzubauen, dies muss auch beim Fischotter möglich sein. Ohne eine Entnahme kommen wir nicht weiter, ansonsten steht zu befürchten, dass immer mehr Teichwirte aufgeben.“

Die Teichwirtschaft in der Oberpfalz, mit ihrer fast 1.000-jährigen Tradition, stellt ein prägendes Element der Kulturlandschaft dar. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung und der Erzeugung regionaler Lebensmittel, sind mit der Bewirtschaftung von Teichen vielfältige Gemeinwohlleistungen – wie Beiträge zum Hochwasserschutz und der Erhalt ökologisch wertvoller Gebiete - verbunden. Einer sich andeutenden Einstellung der Bewirtschaftung der Teiche ist daher entgegenzuwirken.


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