13.02.2018, 12:36 Uhr

Die Februar-Zuchtviehauktion konnte ein großes Angebot gut vermarkten

(Foto: Rudolf Traxinger)(Foto: Rudolf Traxinger)

Die Februar-Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz war geprägt von einem großen Angebot an weiblichen Großtieren.

SCHWANDORF Die Ankündigungen der Molkereien hinsichtlich schwächerer Milchpreise führten zu geringeren Erlösen bei den Kühen und Jungkühen. Trotzdem konnten fast alle weiblichen Großtiere zu zufriedenstellenden Preisen vermarktet werden. Auch bei den weiblichen Zuchtkälbern wurde das große Angebot problemlos zu etwas leichteren Preisen vermarktet. Bei den Zuchtbullen wurden diesmal 13 hoffnungsvolle Jungbullen mit meist guter Qualität angeboten. Die Besamungsstation Greifenberg sicherte sich nach langem Winkerduell einen hoch vorgeschätzten „Etoscha“-Sohn. Weitere drei sehr gut typisierte Bullen gingen zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch. Daneben konnten noch weitere fünf Bullen zu guten Preisen in den Natursprungeinsatz verkauft werden.

Mit 92 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen sowie neun Kühen mit mehreren Kalbungen war die Auktion mit weiblichen Großtieren diesmal gut beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchweg mit guter Qualität und hoher Milchleistung. Nach einem etwas zögerlichen Beginn entwickelte sich eine flotte Versteigerung, bei der nahezu alle angebotenen Kühe und Jungkühe verkauft werden konnten. Lediglich zwei Tiere mit einer Ansage bei der Milchqualität fanden keinen Käufer. Spitzenpreise von über 2.000 Euro wurden allerdings nur für einige wenige Tiere erlöst. Besonders gefragt waren auch diesmal wieder laufstallgewohnte Tiere mit guten Euteranlagen. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen ein Durchschnittserlös von netto 1.631 Euro, was einen Rückgang von 280 Euro gegenüber den sehr hohen Preisen bei Januar-Auktion bedeutet. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung lag diesmal bei 28,8 Kilogramm Milch.

Ein großes Angebot war auch diesmal bei den weiblichen Zuchtkälbern mit 117 Tieren zu verzeichnen. Bei flottem Marktverlauf konnten ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber abgesetzt werden. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 343 Euro pro Kalb ein Durchschnittspreis der etwas unter dem Durchschnittspreis der letzten Auktion lag. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen. Bei der Versteigerung der männlichen Nutzkälber am Montag, 5. Februar 2018, waren durchweg gute Erlöse zu erzielen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 89 Kilogramm wurde ein Erlös von 5,72 Euro je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 459 Euro anlegen. Der nächste Zuchtviehmarkt – für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber – findet in Schwandorf am Mittwoch, 7. März 2018 statt.


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