14.10.2020, 12:38 Uhr

Umwelt Photovoltaik-Ausbau im Landkreis Regensburg kommt voran

Andreas Gschrey hat die Chance genutzt, mit einer Solaranlage auf dem eigenen Dach die Stromkosten zu senken und zum Klimaschutz beizutragen. Energieagentur und Solarpotentialkataster haben ihn dabei unterstützt Foto: Astrid Gamez/LRAAndreas Gschrey hat die Chance genutzt, mit einer Solaranlage auf dem eigenen Dach die Stromkosten zu senken und zum Klimaschutz beizutragen. Energieagentur und Solarpotentialkataster haben ihn dabei unterstützt Foto: Astrid Gamez/LRA

„Klima- und Umweltschutz behalten trotz Corona hohe Priorität“, so Landrätin Tanja Schweiger. Deshalb sei der Umbau zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Gesellschaft so bedeutend für die Region.

Landkreis Regensburg. „Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir in neue Technologien und Strukturen investieren“, erklärt die Landkreis-Chefin. Ein wichtiger Baustein für das Gelingen der regionalen Energiewende ist ihren Worten zufolge ein zügiger Umbau der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien (EE) – und hier besonders die Nutzung der Solarenergie, also Photovoltaik und Solarthermie. Mit dem Solarpotentialkataster hat der Landkreis eine Einstiegshilfe zur Verfügung gestellt, die von den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis nach wie vor gerne genutzt wird.

Der Landkreis Regensburg unterstützt den Ausbau der Photovoltaik mit vielfältigen Aktivitäten und Projekten. Mit dem kostenfrei nutzbaren Solarpotenzialkataster können interessierte Bürgerinnen und Bürger auf der Landkreis-Webseite die hauseigene PV-Anlage inklusive Batteriespeicher individuell planen und Kosten beziehungsweise Wirtschaftlichkeit berechnen lassen. Dieses Online-Tool, das im Februar 2019 an den Start ging, erfreut sich regen Zuspruchs: Durchschnittlich 330 „Solar-Interessierte“ nutzen es pro Monat, um ihre hauseigene Anlage zu planen. Der PV-Zubau und die guten Zugriffszahlen belegen: Solarenergie steht bei den Landkreisbürgerinnen und -bürgern weiterhin hoch im Kurs.

Zusätzlich können sich Bürgerinnen und Bürger über einen Beratungsgutschein, den die örtliche Stadt oder Gemeinde zusammen mit dem Landkreis Regensburg vollständig finanziert, in Fragen einer energetischen Modernisierung des eigenen Gebäudes inklusive der Errichtung von PV- und sonstigen EE-Anlagen vertiefend beraten lassen.

Die Photovoltaik (PV) ist, wie Klimaschutzmanager Dr. André Suck erklärt, im Landkreis Regensburg bei der regenerativen Stromerzeugung von hervorgehobener Bedeutung. Eine aktuelle Auswertung zeige, dass im Jahr 2018 mit circa 230 Gigawatt-Stunden (GWh) ein neuer historischer Höchstwert bei der PV-Stromerzeugung von Dach- und Freiflächenanlagen erreicht wurde. Bezogen auf den Gesamtstromverbrauch des Landkreises entspreche dieser Wert 37 Prozent. Während in den EE-Technologien Wasserkraft, Windenergie und Bioenergie die installierte Anlagenleistung in den vergangenen Jahren weitgehend konstant geblieben sei, verzeichne die PV weiterhin einen kontinuierlichen Anlagenzubau (Zeitraum 2016 bis 2017: Zubau von sechs Megawatt, plus 2,1 Prozent; Zeitraum 2017 bis 2018: Zubau von zehn Megawatt, plus 3,4 Prozent).

„Insgesamt deckt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien über das Gesamtjahr betrachtet in der Bilanz mittlerweile etwa 75 Prozent des Gesamtstromverbrauchs im Landkreis Regensburg ab“, stellt der Klimaschutzmanager des Landkreises fest. Der Hinweis von Dr. André Suck: „Einen sehr guten Überblick über die aktuelle EE-Stromerzeugung im Landkreis Regensburg bietet der EnergieMonitor, der auf der Landkreis-Webseite unter der Rubrik ,Wirtschaft & Energie‘ abrufbar ist.“


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