01.10.2020, 12:06 Uhr

Landratsamt informiert Sachgebiet für Gartenkultur und Landespflege gibt Gartentipp für den Monat Oktober

 Foto: Stefanie Grünauer Foto: Stefanie Grünauer

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten.

Landkreis Regensburg. Der Oktober ist der Monat der ersten Frostnächte und der letzten halbwegs warmen Tage. Im Ziergarten werden jetzt die Kübelpflanzen nah ans Haus gerückt, um sie vor der Nachtkälte zu schützen. Sie sollten aber möglichst lange draußen belassen werden. Ein Vlies zum Abdecken kann die Freiluftsaison vor dem Einwintern verlängern. In den Beeten sollten alle standfesten Stauden, wie Astern, Sonnenhut, Ziergräser stehen gelassen werden. Insekten und andere kleine Tiere finden hier ein Winterquartier. Erst im Frühjahr, mit dem Neuaustrieb, erfolgt der Rückschnitt.

Die meisten Einjährigen Zierpflanzen sind jetzt nicht mehr ansehnlich und werden kompostiert. Von vielen (zum Beispiel Tagetes, Cosmea, Zinien) lassen sich Samen für das nächste Jahr gewinnen. Kälteempfindliche Stauden wie Funkien und Taglilien werden nach den ersten Frostnächten, wenn ihr Laub braun und welk geworden ist, abgeräumt. Diese Pflanzen könnten sonst im Winter durch Fäulnis Schaden nehmen.

Das Falllaub sollte vor allem aus Rasenflächen entfernt werden, da sonst Schäden auftreten und Lücken entstehen. In Stauden- und Gehölzflächen wird über den Winter eine Laubschicht belassen. Erst im Frühjahr, mit dem Austrieb der Zwiebelpflanzen und Stauden, wird das Laub grob entfernt und der Rest beim Bodenlockern eingearbeitet. Dahlienknollen im Garten kommen aus der Erde, wenn der Frost die oberirdischen Pflanzenteile geschädigt hat. Zum Einwintern werden Grünmasse und Erde entfernt und die Knollen trocken, dunkel, kühl aber frostfrei im Keller gelagert.

Der Oktober ist auch der ideale Monat für die Neu- oder Umgestaltung der Beete. Gehölze und Stauden wachsen noch gut an. Frühjahrsblüher wie Krokusse, Tulpen oder Narzissen werden jetzt in die Lücken im Beet gesetzt. Im Gemüsegarten werden alle kälteempfindlichen Pflanzen abgeerntet. Wintergemüse, wie Rosenkohl, Zichorien, Endivien oder Mangold können mit etwas Schutzvlies in die Wintersaison gehen. Leere Beete werden mit Mulch bedeckt. Es eignet sich Laub oder samenfreier Rasenschnitt. Die Mulchschicht wird im Frühjahr in den Boden eingearbeitet und dient gleich der Bodenverbesserung.

Im Obstgarten gibt es im Oktober noch einiges zu ernten. Späte Äpfel und Birnen werden abgenommen und eingelagert oder verarbeitet. Auch viele Quittensorten reifen jetzt. Fruchtmumien sollten aus den Bäumen entfernt werden, da sie oft als Infektionsherd für Krankheiten oder Überwinterungsquartier für Schädlinge dienen. Bei späten Brombeersorten im Garten können jetzt die abgetragenen Ruten entnommen werden.

Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Garten-Team“ im Landratsamt unter der Telefonnummer 0941/ 4009361, -362 oder -619 gerne zur Verfügung.


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