18.08.2020, 15:22 Uhr

„Moderate Anpassung“ Die Rewag erhöht den Trinkwasserpreis um 3,8 Prozent

 Foto: Nikita Sobolkov/123rf.com Foto: Nikita Sobolkov/123rf.com

Hochwasserschutz, Sanierung von Trinkwasser-Hochbehältern, Dükern und des Netzes. Alleine in den vergangenen fünf Jahren hat der Regensburger Trinkwasserversorger rund 30 Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung investiert. Deshalb müssen die Preise zum 1.September 2020 moderat angepasst werden.

Regensburg. Die Rewag erhöht zum 1. September 2020 ihre Trinkwasserpreise für das Stadtgebiet Regensburg, die Lappersdorfer Ortsteile Kareth und Rehtal, Donaustauf – ohne die Ortsteile Sulzbach an der Donau, Dachsberg und Hammermühle , Zeitlarn, den Ort Barbing und das Gewerbegebiet Unterheising. Die Preise für das Gemeindegebiet Tegernheim bleiben unverändert.

Die verbrauchsunabhängigen Kosten, wie Investitionen in Versorgungsicherheit, Verrechnung und Messtechnik, sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Deshalb muss der Trinkwasserpreis um 3,8 Prozent angepasst werden. Dadurch ergeben sich für einen durchschnittlichen Haushalt mit zwei Personen und einem Wasserverbrauch von 80 Kubikmetern pro Jahr monatliche Mehrkosten von rund 0,58 Euro, also 6,97 Euro im Jahr. Trotz dieser Erhöhung sind die Trinkwasserpreise in Regensburg die zweitgünstigsten im Vergleich mit den zehn größten Städten Bayerns, sie liegen also auf sehr niedrigem Niveau.

Um eine sichere und zuverlässige Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, auch in Spitzenzeiten wie langen Hitzeperioden, ist ein erheblicher technischer Aufwand erforderlich. Das beginnt bei der Wassergewinnung, geht über die Aufbereitung bis zum Transport, der über Leitungen direkt zum Verbraucher führt. Der Rewag-Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Briegel weist im Zuge der Preisanpassung auf die großen Investitionen hin, die für den Erhalt der hohen Trinkwasserqualität in Regensburg auch weiterhin notwendig sind: „Mit der Preisanpassung geht es uns vor allem darum, die herausragende Qualität unseres Trinkwassers langfristig sicherzustellen. Durch die Sanierung von Trinkwasserspeichern, Maßnahmen zum Hochwasserschutz, aber auch die verstärkte Erneuerung unseres Leitungsnetzes, sorgen wir dafür, dass die Versorgung mit Trinkwasser der REWAG zukunfts- und leistungsfähig bleibt.“ Eine große Herausforderung in der nahen Zukunft ist dabei der Hochwasserschutz in den Wasserschutzgebieten und Wassergewinnungsanlagen der REWAG. Alleine hierfür sind Investitionen in Höhe von etwa sieben Millionen Euro geplant.


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