27.05.2020, 09:25 Uhr

Umwelt Hochwasserschutz für Laub – Bachelorarbeit soll Möglichkeiten und Kosten für privaten Objektschutz erarbeiten

 Foto: Gemeinde Zeitlarn Foto: Gemeinde Zeitlarn

Der staatliche Hochwasserschutz ist in der Gemeinde Zeitlarn schon seit Jahren eines der Top-Themen. Zwei Bauabschnitte sind bereits ausgeführt: der Abschnitt Schulsiedlung und rechtes Wenzenbach-Ufer. Der Hauptort befindet sich im Planfeststellungsverfahren. Im Ortsteil Regendorf ist die Hochwasserschutzplanung kurz vor dem Abschluss.

Zeitlarn. Die Gemeinde und auch der Hochwasserschutz-Verein Zeitlarn fordern seit mehreren Jahren auch einen Hochwasserschutz für den Ortsteil Laub. Hier ergab eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, dass ein staatlicher Hochwasserschutz in der niedrigsten Prioritätsklasse 5 eingestuft wird. Zum Verständnis: Der Freistaat Bayern stuft alle Hochwasserschutzprojekte in Prioritätsklassen von 1 bis 5 ein. In der Klasse 1 liegen Projekte mit hohem Hochwasserschaden bei relativ geringen Kosten für Schutzbauten. Bei der Prioritätsklasse 5 ist das umgekehrt. Der Einstieg in die Bearbeitung von Projekten in der Klasse 5 ist von staatlicher Seite aktuell nicht absehbar.

Das Wasserwirtschaftsamt Regensburg hat nun in Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg nach Alternativen mit folgendem Ergebnis gesucht. Die Anlieger schützen sich selber vor Hochwasser. Im Rahmen einer Bachelorarbeit sollen Möglichkeiten und Kosten für einen privaten Objektschutz erarbeitet werden. Alfons Lerch hat die Rahmenbedingungen dieser Studienarbeit entwickelt und stellt sich als Betreuer der Bachelorarbeit zur Verfügung. Inzwischen hat sich die Studentin Victoria Konrad für die Aufgabenstellung gemeldet. Sie soll mit der Bachelorarbeit Lösungen für den privaten Hochwasserschutz unter Einbeziehung der Kanalisation und der Fluchtwege erarbeiten. Im Januar dieses Jahres wurde die Aufnahme der Untersuchung im Rahmen der Bachelorarbeit im Gemeinderat beschlossen.

Der Ortstermin in Laub am 26. Mai ermöglichte eine erste Kontaktaufnahme mit der Bürgermeisterin Andrea Dobsch und Dr. Harro Lührmann, dem Vorsitzenden vom Hochwasserschutz-Verein Zeitlarn. In den nächsten Wochen wird Konrad die bestehende Situation in Laub genauer untersuchen, bei den betroffenen Anwohnern vorsprechen und um Einsichtnahme bitten. Danach wird sie ein Konzept für einen privaten Hochwasserschutz zum hundertjährlichen Hochwasserereignis erstellen. Das Ergebnis wird schließlich öffentlich vorgestellt.


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