19.03.2020, 16:37 Uhr

Landratsamt Cham informiert Abfall- und Wertstoffentsorgung in Zeiten von Corona

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Die Kreiswerke Cham wollen in Zusammenarbeit mit den beauftragten Abfuhrunternehmen, den Städten, Märkten, Gemeinden und allen sonstigen, an der Abfall- und Wertstoffentsorgung im Landkreis Cham beteiligten Firmen den Entsorgungsbetrieb im Landkreis Cham aufrechterhalten.

Landkreis Cham. Die Abfallwirtschaft (Müll- und Biomüllabfuhr, Wertstoffentsorgung) gehört zu den sogenannten kritischen Infrastrukturen. Die entsorgungspflichtigen Körperschaften sind angehalten, den Entsorgungsbetrieb und somit auch den Betrieb der Wertstoffhöfe aufrecht zu erhalten. Diese leisten einen wichtigen Beitrag zur Entsorgungssicherheit in Bayern. Wie in allen Bereichen, in denen Menschen in der aktuellen Corona-Krise miteinander in Kontakt treten können oder müssen, sind auch hier gewisse Grundregeln der Hygiene (Abstand halten, Hände waschen, Verhalten beim Husten oder Niesen …) zu beachten, die zwischenzeitlich wohl zur allgemeinen Selbstverständlichkeit geworden sein müssten.

Abfälle und auch Wertstoffe (Verpackungen, Papier …) aus Haushaltungen, die vom Coronavirus betroffen sind, müssen in gut verschlossenen Beuteln oder Säcken verpackt in die Restmülltonne gegeben werden. Tonnen dabei bitte nicht überfüllen. Scharfe oder spitze Gegenstände sind so zu verpacken, dass diese den Beutel nicht durchstechen können. Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf nimmt aktuell auf der Umladestation in Willmering keinen Abfall mehr von Kleinanlieferern an. Müllabfuhr und gewerbliche Anlieferungen von Fahrzeugen, die selbstständig kippen beziehungsweise entleeren können, sind möglich.

Unter Berücksichtigung von Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts, zum Beispiel bei Veranstaltungen, sollten grundsätzlich auch einige Dinge beim „Besuch einer Entsorgungseinrichtung“ hier im Speziellen des Wertstoffhofes beachtet werden. Grundsätzliches: Abstand zu den Mitmenschen einhalten; Rücksicht aufeinander nehmen; Reduzierung der Wertstoffhofbesuche auf das notwendige Minimum; nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Wertstoffhof fahren, sondern Wertstoffe sammeln, bis sich die Fahrt auch wirklich lohnt; Wertstoffe wie zum Beispiel Altkleider, Konsumkunststoffe ... , die man problemlos auch zu Hause zwischenlagern kann, aufheben, bis sich die Lage wieder normalisiert hat; Kartonagen zerlegen und mit über die Papiertonne entsorgen; Kartonverbunde (Milch-, Safttüten ...) zusammenfalten, Heimlagervolumen erhöhen; Reduzierung der Personenzahl auf dem Wertstoffhos. Es sollte pro Anlieferungsfahrzeug immer nur eine Person aussteigen und die Entsorgungsvorgänge vornehmen (speziell Kinder im Fahrzeug belassen – hier ist zusätzlich immer auch noch eine erhöhte Unfallgefahr gegeben).

Die Fahrt zum Wertstoffhof kann man schon zu Hause geschickt vorbereiten: nur und ausschließlich saubere Wertstoffe zum Wertstoffhof bringen (Anlieferkriterien beachten) sowie Wertstoffe sauber getrennt in Säcke packen – vor Ort auf dem Wertstoffhof in entsprechende Sammelgefäße entleeren (Säcke wiederverwenden). Den Anweisungen des Wertstoffhofpersonales ist unbedingt Folge zu leisten: Das Personal muss weder beim Entladen der Fahrzeuge helfen noch Wertstoffe sortieren – dies obliegt ausschließlich den Anlieferern! Das Wertstoffhofpersonal hat keine Zeit für lange Diskussionen – was nicht den Kriterien entspricht, wird zurückgewiesen und muss wieder mitgenommen werden. Bei Bedarf kann das Personal die Zufahrt beschränken, um damit die Anzahl der Menschen auf dem Wertstoffhof zu begrenzen.

Auch die Verwaltung der Kreiswerke Cham im Mittelweg 15 sollte nur dann aufgesucht werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Viele Dinge lassen sich telefonisch, digital oder auf dem Postweg klären! Die Kreiswerke Cham appellieren ausdrücklich an die Vernunft ihrer Kunden, sich im Sinne der Gesundheit der Müllwerker, des Wertstoffhofpersonals, der Kreiswerkemitarbeiter und nicht zuletzt auch im Sinne der eigenen Gesundheit entsprechend den jetzt allgemein gültigen Hygieneregeln zu verhalten.


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