30.01.2020, 22:28 Uhr

Seminar Wie klimaschonende Gartengestaltung gelingen kann ...

Auch ein trockenheitsverträgliches Staudenbeet kann in Farbe und Form sehr vielfältig und ansprechend gestaltet sein. Hier blüht ein Purple-Pink-Silver-Mix mit Sonnenhut. (Foto: Andreas Adelsberger)Auch ein trockenheitsverträgliches Staudenbeet kann in Farbe und Form sehr vielfältig und ansprechend gestaltet sein. Hier blüht ein Purple-Pink-Silver-Mix mit Sonnenhut. (Foto: Andreas Adelsberger)

Klimaexperten gehen davon aus, dass künftig noch deutlich mehr als bisher mit veränderten Wetterbedingungen zu rechnen ist. Das gilt auch für die Bestellung der Gärten, die es vorausschauend anzulegen gilt. Wie genau das aussehen kann, darüber informierte der Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege im Rahmen eines Seminars im Gasthof Post in Köfering, zu dem der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Harald Bauer neben den Referenten zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Obst- und Gartenbauvereinen des Landkreises begrüßen konnte.

LANDKREIS REGENSBURG Im ersten Vortrag gab Andreas Adelsberger Dipl. Ing. Landschafts- und Freiraumplanung von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), den Mitgliedern der Obst- und Gartenbauvereine Informationen, wie ein Garten blütenreich und vielfältig mit Pflanzen gestaltet werden kann, die von Natur aus wenig Wasser benötigen und mit Extremstandorten gut zurechtkommen. „Eine klimaschonende Gartenbewirtschaftung, die mit der Ressource Wasser schonend umgeht, ist in den nächsten Jahren gar nicht mehr anders möglich“, so Adelsberger. Dass auch durch trockenheitsverträgliche Stauden wunderschön farblich aufeinander abgestimmte Beete und Rabatten entstehen können, dokumentierte er anhand vieler bunter Bilder.

Im zweiten Referat ging es bei Florian Demling (B.Sc. Gartenbau, ebenfalls von der LWG), um Grüne Infrastruktur in Städten und Dörfern. Er erläuterte sehr anschaulich, welche Auswirkungen etwa eine Dach- oder Fassadenbegrünung auf die Wärmedämmung des Gebäudes hat oder welche Temperaturschwankungen im innerstädtischen Bereich es mit und ohne Stadtbäume und Grünflächen gibt. Auch den sozialen Aspekt und dessen Chancen für ein gutes Miteinander griff er in seinem Vortrag am Beispiel von öffentlichen Grünflächen, durch beispielsweise Gemeinschaftsgärten oder Parkanlagen, auf.

Landrätin und Kreisverbandsvorsitzende Tanja Schweiger dankte abschließend allen OGV-Mitgliedern für ihr Interesse und wünschte ihnen einen guten Start ins neue Gartenjahr.

Hintergrund: Die Wetterkapriolen vergangener Jahre mit heißen, trockenen Sommern, Starkregenfällen, Wind und Sturm wird zunehmend auch in den Gärten spürbar. Städte und Kommunen reagieren bereits mit Maßnahmen wie etwa durch die Auswahl der Stadtbäume, Grünflächenbepflanzungen oder Fassadenbegrünungen. Auch Privatgärtner können durch ein verändertes Verhalten nicht nur das Klima schonen, sondern auch den zunehmenden Veränderungen des Klimawandels durch eine dementsprechende Pflanzenauswahl und Gestaltung ihres Gartens begegnen. „Wir hoffen, dass der Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege mit diesem Seminar wieder einmal neue Impulse für die Vereinsarbeit in den OGVs geben konnte“, so Stephanie Fleiner, Geschäftsführerin vom Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege.


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