20.01.2020, 17:00 Uhr

„Artist in Residence“ Donumenta entsendet erste Künstlerin – Höcherl geht nach Budapest

(Foto: Alexander Rosoll)(Foto: Alexander Rosoll)

Auf Initiative der Donumenta verständigten sich Kunst- und Kulturinstitutionen der Donauländer auf ein gemeinsames „Artist in Residence“-Programm (AiR). Auf dieser Grundlage schickt die Donumenta jetzt Barbara Sophie Höcherl als erste Künstlerin nach Budapest.

REGENSBURG Die Kunst bewegt, wo Politik und Diplomatie längst an ihre Grenzen geraten sind. Das war die Überzeugung der neun Institutionen, die sich im Oktober 2017 in Regensburg auf die Intensivierung des Austauschs von Künstlerinnen und Künstlern verständigten und die AiR Platform Danube Region gründeten. Zu ihnen gehören das Baden Württembergische Schloss Solitude, die Elias-Canetti-Gesellschaft oder die Budapest Gallery. Jurorinnen und Juroren aus Budapest haben sich vor wenigen Tagen entscheiden, ihren Artist in Residence-Platz im August 2020 an Barbara Sophie Höcherl zu vergeben. Die Künstlerin wird mitten in Budapest leben und arbeiten. Im Austausch mit ungarischen Künstlerinnen und Künstlern und Kuratorinnen und Kuratoren wird sie ihre Arbeit dort weiterentwickeln.

Viele kennen die 1983 geborene junge Künstlerin aus der Debütanten-Ausstellung des Berufsverbands Bildender Künstler in Ostbayern 2017. Sie machte dort mit Assemblagen aus Gefieder und anderen Naturmaterialien auf sich aufmerksam. Die gelernte Staudengärtnerin studierte an der Westböhmischen Universität in Pilsen Illustration und Grafik und arbeitet derzeit als Förderkünstlerin in einem Atelier im Regensburger Andreasstadel. Demnächst stellt sie im Luftmuseum Amberg aus. In Budapest wird sich Barbara Sophie Höcherl vier Wochen lang mit den gigantischen Dimensionen dieser Stadt beschäftigen und sich von ihnen herausfordern lassen. Vor einigen Jahren reiste sich mit Künstlerfreunden nach Budapest. Sie hat die Stadt als sehr offen erlebt. „Es wird heiß sein im August und ich freue mich auf die Bäder, in denen die Männer im Wasser sitzen und Schach spielen.“

Im Bezug auf ihre Arbeiten stellt Barbara Sophie Höcherl fest, „dass sie immer größer werden, von der Postkartengröße bis zu vier Meter hohe Skulptur“. Sie kostet das aus und weiß, dass noch ein weiterer Aspekt ihr künstlerisches Schaffen befeuert. Es sind die Gegensätze, weich – solide, fragil – stabil, zerbrechlich – belastbar, groß – klein. Immer wieder beschäftigt sie sich mit den Zusammenhängen in der Natur und schöpft aus der Materialvielfalt von Fauna und Flora.

Für September plant die Donumenta einen Artist Talk mit Barbara Sophie Höcherl, die dann von ihrer Begegnung mit Budapest, ihrer Inspiration und der Kunstszene dort berichten wird.


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