13.01.2020, 21:44 Uhr

Antrag im Planungsausschuss Regensburger ÖDP will weitere Schotter-, Kies- und Steingärten verhindern

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Aktuell fällt an vielen privaten Grundstücken auf, dass häufig Grünflächen in weniger pflegeintensive Schotter- und Kiesgärten umgewandelt werden. Um die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Städte zu verringern, müssten Maßnahmen ergriffen werden, so die Regensburger ÖDP.

REGENSBURG „Die Artenvielfalt der Insekten und Vögel muss auch in Städten erhalten werden. Wie das erfolgreiche Volksbegehren ‚Rettet die Bienen‘ fordert, sollen sich auch Bewohner der Städte beteiligen und nicht nur den Bauern die Maßnahmen überlassen. Die reichen nicht aus!“, so Benedikt Suttner, Fraktionsvorsitzender der ÖDP im Stadtrat.

Von Seiten der Stadt wird durch die Klimaresilienzmanagerin hier ein Konzept erarbeitet. So genannte Schotter- oder Kiesgärten verstärkten negative Effekte und liegen allen anderen Bekundungen zum Trotz vielerorts im Trend. Dies stehe jedoch im Widerspruch zur Biodiversität und zum Klimaresilienzmanagement, denen auch die Stadt hohe Priorität einräumt. ÖDP-Stadträtin Lamby ergänzt: „Im Stadtgebiet müssen wir versuchen, der Speicherung von Hitze entgegenzuwirken. Steingärten fördern dies aber und heizen unsere Innenstädte weiter auf.“

Durch weitere Flächenversiegelung und die Zunahme von Starkregenereignissen könne Wasser nicht versickern. Dazu Joachim Graf, Mitglied der ÖDP-Stadtratsfraktion: „Regenwasser gehört nicht in den Kanal und sollte weitgehend versickern können. Sickerfähige Beläge und Herstellung von mehr Grünflächen sind verstärkt zu fördern. Das Gartenamt hat unlängst sehr eindrücklich dargestellt, wie diesen Prinzipien im Mähmanagement und in der Pflege der Grünflächen Rechnung getragen wird. Da aber im privaten Bereich hier wesentlich weniger Einflussmöglichkeit besteht, sollten daher alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Mit einer Beratung für Artenvielfalt im Hausgarten ist schon ein erster Schritt getan.“ Gegen verstärkte Maßnahmen könne eigentlich niemand etwas haben, daher ist die ÖDP-Fraktion zuversichtlich, eine Mehrheit im Stadtplanungsausschuss am Dienstag, 14. Januar, zu bekommen.


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