19.12.2019, 00:44 Uhr

Effizient und klimafreundlich Nahwärmeversorgung für die Gemeinde Mintraching‎

Die Rewag- Vorstände Bernhard Büllmann und Dr. Torsten Briegel, Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank und Bauamtsleiter Franz Wudi vor der Mintrachinger Sporthalle. (Foto: Tino Lex)Die Rewag- Vorstände Bernhard Büllmann und Dr. Torsten Briegel, Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank und Bauamtsleiter Franz Wudi vor der Mintrachinger Sporthalle. (Foto: Tino Lex)

Die Rewag versorgt die Sporthalle der Gemeinde Mintraching als erste der kommunalen Liegenschaften ab sofort mit effizient erzeugter und annähernd klimaneutraler Wärme. Dazu errichtete der Energiedienstleister ein Nahwärmenetz, das in Zukunft kommunale Gebäude und das Neubaugebiet „Ostfeld II“ versorgen wird.

MINTRACHING Am Mittwoch, 18. Dezember, gaben der Rewag-Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Briegel, Rewag-Vorstandsmitglied Bernhard Büllmann, die Bürgermeisterin der Gemeinde Mintraching, Angelika Ritt-Frank, und Bauamtsleiter Franz Wudi den Startschuss für die Nahwärmelieferung.

„Mit der Wärme- und Stromproduktion in einem Biogas-BHKW wird ein nachhaltiges und ‎regionales Energielieferungskonzept mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region Regensburg ‎realisiert. Durch diese regionale Energieproduktion kann ein kalkulierbarer Energiepreis und eine ‎regionale Wertschöpfung umgesetzt werden“, so der Rewag-Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Briegel. „Diese Art der Nahwärmelösung hilft uns als Gemeinde, die vor Ort erzeugte Energie zu nutzen und Kohlendioxid einzusparen. Diese Lösung ist auch wirtschaftlich ‎sinnvoll“, ergänzt Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank.

Die Wärmeerzeugung erfolgt über ein Biogas-Blockheizkraftwerk (BHKW), das von der Biogasanlage der Firma NatUrenergie Mintraching ‎GmbH & Co. KG, die das BHKW betreibt, mit Biogas versorgt wird. Diese Abwärme aus dem Biogas-BHKW wird über eine etwa ‎‎100 Meter lange Nahwärmeleitung in eine von der Rewag neu errichtete Heizzentrale geleitet, die sich im Gebäude des Klärwerks Mintraching befindet.‎ Von dieser Heizzentrale aus werden demnächst auch das Rathaus, weitere kommunale Liegenschaften sowie 39 künftige Wohngebäude im Neubaugebiet Mintraching Ostfeld II über ein ‎rund 1.400 Meter langes Nahwärmenetz versorgt.

Um die Spitzenlast im Winter, hauptsächlich an den wenigen besonders kalten Tagen, zu ‎decken und die Redundanz bei Wartungsarbeiten am BHKW zu gewährleisten, wird in der ersten ‎Ausbaustufe ein Spitzenlastkessel mit einer Leistung von etwa 1.000 Kilowatt (kW) ‎installiert.‎ „So können wir unserem Anspruch und unserer Verantwortung, immer zuverlässige Versorgung zu gewährleisten, gerecht werden“, erklärte Rewag-Vorstandsmitglied Bernhard Büllmann. „Mit dem Startschuss für die Nahwärmelieferung endet eine anspruchsvolle Bauzeit. Der Trassenverlauf quer durchs Dorf und die einhergehenden Hindernisse wurden von der Bevölkerung mit voller Akzeptanz mitgetragen. Alle Behinderungen konnten einvernehmlich gelöst werden“, so der Bauamtsleiter der Gemeinde Mintraching Franz Wudi.

Über das Biogas-BHKW können grundsätzlich jährlich etwa 4.250.000 Kilowattstunden (kWh) Wärme ‎für das Neubaugebiet, die kommunalen und Bestandsliegenschaften zur Verfügung gestellt werden. Sie wird fast vollständig regenerativ, annähernd CO2-neutral und regional erzeugt. Die Rewag investiert circa 1,2 Millionen Euro in den Bau der Nahwärmeleitung und der Heizanlage.

Nahwärme ist eine ökologische und sehr ‎wirtschaftliche Form der Wärmeversorgung. Anstelle einer Heizungsanlage sind die Gebäude ‎mit einer wartungsarmen Nahwärme-Kompaktstation ‎ausgestattet. Die Nutzer profitieren von ‎transparenten, günstigen Wärmepreisen und ‎geringeren Preisschwankungen im Vergleich zu ‎anderen Wärmelösungen. Darüber hinaus ‎reduziert Nahwärme die CO2-Emissionen des ‎versorgten Gebäudes und bietet eine sehr ‎hohe Versorgungssicherheit.


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