03.12.2019, 14:26 Uhr

Nachhaltigskeitsstrategie Bilanz für 2019 – Arcaden-Bienen erzeugten 50 Kilogramm feinsten Stadthonigs

Vor den eingewinterten Bienenkästen präsentiert Center Manager Mirko Fröhlich stolz einen Teil der Ernte. Rund 50 Kilogramm Honig haben die Bienenvölker auf dem Dach der Regensburg Arcaden 2019 produziert. (Foto: Christian Omonsky)Vor den eingewinterten Bienenkästen präsentiert Center Manager Mirko Fröhlich stolz einen Teil der Ernte. Rund 50 Kilogramm Honig haben die Bienenvölker auf dem Dach der Regensburg Arcaden 2019 produziert. (Foto: Christian Omonsky)

Jetzt, im Dezember, herrscht Ruhe an den drei Bienenkästen auf dem Dach der Regensburg Arcaden. Die Völker haben sich auf den Winter eingestellt und bleiben im Stock. Eine Imkerin hat sie mit einem zähflüssigen Zuckersirup versorgt, der den Völkern bis zum Frühling als Nahrung dient. Bei zwei Honigernten, zuletzt zum Saisonabschluss im Oktober, sind dieses Jahr insgesamt 50 Kilogramm Honig zusammengekommen. „Mehr, als wir erwartet haben“, sagt Arcaden-Haustechniker Martin Beras, der sich um das Bienen-Projekt kümmert.

REGENSBURG Bereits seit 2017 wohnen auf dem Dach des Einkaufszentrums am Regensburger Hauptbahnhof Bienenvölker. Die Initiative gehört zur Nachhaltigskeitsstrategie des Centers. „Wir möchten damit einen Beitrag zur natürlichen Artenvielfalt in der Stadt leisten“, sagt Center Manager Mirko Fröhlich. Dass Bienen sich in Städten durchaus wohl fühlen, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. „Unsere Bienen sind wohl so im Umkreis von drei Kilometern unterwegs“, schätzt Beras. Die Parkanlagen am Alleegürtel und am fürstlichen Schloss, Bäume und Büsche auf den städtischen Friedhöfen, der etwas verwilderte Bewuchs entlang der Friedenstraße bis zur Kumpfmühler Brücke, sogar Balkonpflanzen und einzelne Blüten auf Verkehrsinseln dienen den Arcaden-Bienen als Nahrung.

Mit menschlichem Auge betrachtet wohnen die Bienen nicht besonders idyllisch. Durch eine Stahltür gehts vom obersten Parkdeck der Arcaden zu den Wärmetauschertürmen der Klimaanlage. Auf einer kleinen Holzplattform zwischen den Türmen stehen die Bienenkästen. Doch der Platz ist gut, weiß Beras. Die Kästen bekommen genug Morgensonne, sodass die Bienen von April bis Oktober gewärmt in den Tag starten können. Ab Mittag liegt er im Schatten. Die Stöcke überhitzen nicht, gerade im Hochsommer. Dass der Platz richtig gewählt ist, bestätigt auch die Profi-Imkerin, die Beras die ganze Saison lang bei der Bienenpflege unterstützt.

Mit der Ernte des Jahres, ungefähr 50 Kilogramm feinsten Stadthonigs, ist Martin Beras zufrieden. Mit drei Bienenvölkern waren die Arcaden ins Jahr gestartet. Ausgerechnet das stärkste von ihnen ist noch im Oktober einem Wespenüberfall zum Opfer gefallen. „Die Wespen haben den Stock komplett ausgeräumt. Weder Honig noch Bienen sind übriggeblieben“, erzählt Beras.


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