23.10.2019, 17:08 Uhr

Exkursion mit Sachverständigem Unverwechselbare Merkmale der „Schwammerl“ – Finger weg von Pilzen mit Rettichgeruch

(Foto: Günter Spörl)(Foto: Günter Spörl)

30 Interessierte, darunter einige jugendliche Nachwuchs-Pilzsammler, nutzten eine Pilzexkursion mit Helmut Knoll, Pilzsachverständiger der deutschen Gesellschaft für Mykologie, um sich Wissen über „Schwammerl“ anzueignen oder vorhandenes Wissen zu erweitern. Angeboten wurde die Exkursion vom Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege, der tags zuvor bereits ein Theorie-Seminar in Hohenschambach angeboten hatte.

REGENSBURG Im Schwaighauser Forst bei Lappersdorf fanden die Sammler gleich eine große Vielfalt an Pilzen. Die Schwammerl wurden vor Ort vom Referenten analysiert und zugeordnet. So manche Giftpilze und sogar der Gelbe Knollenblätterpilz wurden dabei entdeckt und genauer betrachtet. Dieser Lamellenpilz und seine Verwandten sind extrem giftig und stellen deshalb ein hohes Gefahrenpotential für unkundige Sammler dar. Deshalb wurden die Teilnehmer auf unverwechselbare Merkmale hingewiesen. Ebenso erklärte der Experte, dass es ein schlechtes Zeichen ist, wenn Pilze nach Rettich riechen. Dies sei fast immer ein Indiz für deren Giftigkeit.

Der Pilzexperte wies aber auch auf viele Pilzarten hin, an denen der gemeine Sammler mangels Kenntnissen sonst vorbeiläuft. Dabei erfuhren die Teilnehmer ganz nebenbei, dass manche Pilzarten geschützt sind und nicht entnommen werden dürfen. Viele Informationen gab es natürlich zu gemeinhin bekannten Arten wie Steinpilzen, Rotkappen, Maroni und verwandten Röhrlingen, die in großen Mengen in den Sammelkörben landeten. Hier zeigte sich, dass nicht nur die Optik, sondern auch der Geruch, der Geschmack und die Haptik wichtige Bestimmungsmerkmale von Pilzen sind.

Die reichlichen Sammelfunde wurden zum Abschluss der fast dreistündigen Tour ausgebreitet und durchgesprochen. So mancher schimmelige Rotfuß-Röhrling, ungenießbare Trichterling oder giftige Fälbling fand dabei den Weg zurück in den Wald – verbunden mit der im Zweifelsfall lebensrettenden Warnung des Referenten: „Oberste Maxime beim Pilzesammeln ist: Wenn ihr euch nicht ganz sicher seid – unbedingt stehenlassen“.


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