11.10.2019, 22:25 Uhr

Besuch im Landkreis Regensburg Polder-Debatte – Umweltminister kommt zur Klausur der Freien Wähler

Setzen auf einen vertraulichen und offenen Austausch: Staatsminister Thorsten Glauber und der Regensburger Abgeordnete Tobias Gotthardt. (Foto: Philipp Seitz)Setzen auf einen vertraulichen und offenen Austausch: Staatsminister Thorsten Glauber und der Regensburger Abgeordnete Tobias Gotthardt. (Foto: Philipp Seitz)

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Tobias Gotthardt kommt der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber am Samstag, 12. Oktober, in den Landkreis.

LANDKREIS REGENSBURG Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber besucht am Samstag den Landkreis Regensburg. Auf Einladung des Abgeordneten Tobias Gotthardt nimmt Staatsminister Glauber an einer Klausurtagung kommunaler Mandatsträger der Freien Wähler im Landkreis Regensburg teil. Im Mittelpunkt des Besuchs steht eine gemeinsame Diskussion und der Austausch von Argumenten beim Themenbereich Flutpolder. Hier sei eine offene, interne Aussprache wichtig, betonte Gotthardt am Freitag. Staatsminister Glauber sei sofort bereit gewesen, der Einladung zu folgen und knapp zwei Stunden für einen konstruktiven Austausch zur Verfügung zu stehen: „Wir wollen gehört werden, wir werden gehört“. Er hoffe, so Gotthardt, mit seiner Initiative und der angesetzten thematischen Klausurtagung „einen Beitrag zu einer sachlichen Behandlung des Themas zum endgültigen Stopp der Polderpläne beziehungsweise machbarer Alternativen leisten zu können“.

Es ist nicht das erste Treffen, das Gotthardt initiiert. Erst Ende Juli lud Gotthardt die Barbinger Gemeinderatsfraktion zu einem kommunalpolitischen Informationsaustausch ein. Hierbei machte Gotthardt klar, dass es einen konkreten Hochwasserschutz und keine „Phantom“-Polder brauche. Es gehe darum, alle Bürger in Bayern mit größtmöglicher Effizienz vor Hochwasser zu schützen. „Wir alle wollen ein hochwasserfreies Bayern. Viel zu lange wurde zu wenig gemacht.“ Bis die Flutpolder wirklich funktionsfähig seien, würden noch viele wertvolle Jahre vergehen, sagte Gotthardt. Außerdem fehle die Verhältnismäßigkeit, denn der Bau würde mehrere Milliarden Euro verschlingen. Vor 2040 gebe es wohl keinen funktionsfähigen Polder. Ihm gehe es deshalb darum, den Hochwasserschutz sofort anzugehen und entsprechend in den Blick zu nehmen.

An der Klausurtagung in Beratzhausen sollen neben Gotthardt unter anderem die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger, der Fraktionssprecher und Kreisrat Harald Stadler und die Barbinger Gemeinderäte Hans-Peter Landsmann, Martin Laumer teilnehmen. Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber teilte im Vorfeld des Termins mit: „Bei den Flutpoldern in Bertoldsheim, Wörthhof und Eltheim ist ein konstruktiver Dialog entscheidend, der die ergebnisoffenen, vertiefenden Untersuchungen begleitet. Deshalb ist es mir in diesem Zusammenhang ein wichtiges Anliegen, auch weiterhin das offene Gespräch mit den Anliegern entlang der Donau zu suchen.“


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