24.05.2019, 23:55 Uhr

Ehrenamt Die Stadt Regensburg berät beim Umsiedeln von Wespen- und Hornissennestern

Rollokästen sind ein beliebter Ort für Wespennester. (Foto: Stadt Regensburg/Effenhauser)Rollokästen sind ein beliebter Ort für Wespennester. (Foto: Stadt Regensburg/Effenhauser)

In diesen Wochen sind sie wieder unterwegs: die Königinnen, die einen Platz für ihr künftiges Volk suchen. Wer seine Terrasse oder seinen Balkon im Sommer nicht mit einem Wespen- oder Hornissenstaat teilen möchte, kann jetzt gegensteuern, ohne den Insekten zu schaden.

REGENSBURG Josef Röhrl, der ehrenamtliche Hornissen- und Wespen-Beauftragte der Stadt, bietet Hilfe beim Umsiedeln der Insektenköniginnen an.

Jede der künftigen Herrscherinnen muss ihr Nest zunächst allein aufbauen. Besonders gefragt sind dabei Erdlöcher oder Hohlräume in Bäumen und Gebäuden. „An Häusern werden vor allem Rollokästen gerne genutzt“, erklärt Josef Röhrl. „Eine einzelne Wespe oder Hornisse, die immer wieder in denselben Hohlraum hineinfliegt, ist sehr wahrscheinlich dabei, dort den Grundstock für ein Nest zu legen.“ Die gute Nachricht: Wenn man die entsprechenden Stellen im Blick behält, lässt sich der Aufbau des Staates von vorneherein verhindern. Hornissenköniginnen sind mit ihren rund fünf Zentimetern Länge gut zu bemerken, und auch die Wespenköniginnen messen immerhin rund drei Zentimeter.

„Die beste Lösung ist, die Königin direkt vor dem Einflugloch in einem Glas einzufangen und sie in einen Wald oder an einen anderen naturbelassenen Ort zu transportieren“, erklärt Röhrl. Dort kann sie einen besseren Platz für ihr Nest finden – ungestört und ohne Menschen zu stören. Um zu verhindern, dass die Königin zurückkommt, muss der neue Platz allerdings mindestens sechs bis acht Kilometer entfernt sein. Außerdem sollten die Insekten in der neuen Umgebung in jedem Fall Zugang zu Wasser haben.

Wer sich unsicher ist oder Unterstützung braucht, kann sich mit Josef Röhrl in Verbindung setzen (0941/ 97788 oder 0170/ 2937628). „Ich komme gerne vorbei und helfe bei der Umsiedlung.“ Wichtig sei nur, das Zeitfenster nicht zu übersehen und schnell zu handeln. „Wenn nach drei bis vier Wochen die ersten Arbeiterinnen im Nest geschlüpft sind, ist es zu spät.“


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