25.03.2019, 11:05 Uhr

Endspurt für Energieprojekt „Umtris“ Deutsche und tschechische Partner treffen sich zum fachlichen Austausch an der OTH in Amberg

Das Forscherteam des grenzüberschreitenden Energieprojekts „Umtris“ traf sich auf Einladung von Prof. Dr. Peter Kurzweil (zweite Reihe, rechts außen) zu einer Projektbesprechung an der OTH in Amberg. (Foto: Markus Meinke / Bezirk Oberpfalz)Das Forscherteam des grenzüberschreitenden Energieprojekts „Umtris“ traf sich auf Einladung von Prof. Dr. Peter Kurzweil (zweite Reihe, rechts außen) zu einer Projektbesprechung an der OTH in Amberg. (Foto: Markus Meinke / Bezirk Oberpfalz)

Die Energiewende ist derzeit in aller Munde. Hierfür müssen jedoch nicht nur die Netze ausgebaut, sondern auch die Energiebetriebsmittel angepasst werden. Um speziell im Bereich der Transformatoren eine optimale Betriebsdauer bei gleichzeitiger Umweltverträglichkeit der eingesetzten Isolations- und Kühlungsöle zu erreichen, forschen Wissenschaftler aus der Oberpfalz und der Tschechischen Republik seit Sommer 2017 gemeinsam im Rahmen des Energieprojekts „Umtris“ (Umweltverträglichkeit von Transformatorölen – alternative Isolierflüssigkeiten).

REGENSBURG / AMBERG Nach Projektbesprechungen in Regensburg, Pilsen und Prag hat sich die Forschungsgruppe nun auf Einladung von Prof. Dr. Peter Kurzweil, (Fakultät für Maschinenbau / Umwelttechnik) erstmals an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) in Amberg getroffen. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft standen der Austausch von aktuellen Forschungsergebnissen sowie die Festlegung der nächsten Projektschritte und Überlegungen zu einer Fortführung des Projekts nach dessen offiziellen Abschluss im April 2020. Professor Kurzweil und seine Mitarbeiter gewährten ihren Partnern zudem einen Einblick in die umfangreiche Laborausstattung der Fakultät für Maschinenbau und Umwelttechnik. Mithilfe der dort vorhandenen Anlagen wird das chemische Reaktionsverhalten von Transformatorenölen analysiert und so ein wichtiger Beitrag zum Gesamtprojekt geleistet.

Ziel des Vorhabens ist es, die Eigenschaften von biologisch abbaubaren Ölvarianten zu verifizieren, um unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und des Ressourcenverbrauchs langfristig positive Wirkungen für die Umwelt zu erzielen. Konkret geht es dabei um die Fragen, welche chemisch-physikalischen und technologischen Eigenschaften von alternativen Isolierflüssigkeiten beim Transformatorenbau relevant und nachhaltig sind, wie sich gefährliche Trafo-Ausfälle und Brandlasten vermeiden lassen und wie eine Teilentladung im Aktivteil des Transformators vermieden und dessen Lebensdauer präzise prognostiziert werden kann.

Neben der OTH Amberg-Weiden wirken an der über die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur (BTHA) geförderten Maßnahme auch die OTH Regensburg, die Westböhmische Universität Pilsen und die Tschechische Technische Hochschule in Prag (ČVUT) mit. Unterstützung erhalten die Wissenschaftler außerdem durch die Starkstrom-Gerätebau GmbH Regensburg und die Europaregion Donau-Moldau (EDM).

Damit die komplexen Projektinhalte nicht nur auf der Forschungsebene verharren, sondern auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, gibt das Team der OTH Regensburg um Prof. Dr. Oliver Brückl bei der Veranstaltung „Nacht.Schafft.Wissen“ am Freitag, 12. April, einen kurzen Einblick in seine Forschungen. In dem Vortrag mit dem Titel „Warum ist ein Trafo keine Fritteuse? – Ölwechsel jetzt wird’s Zeit!“ sollen das Projekt allgemeinverständlich vermittelt und die Vorteile von natürlichen Estern gegenüber Mineralölen erläutert werden. Interessenten können sich im Internet unter https://www.nacht-schafft-wissen.de/ genauer über die Veranstaltung und die Vortragszeiten informieren.


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