05.02.2019, 14:04 Uhr

Eisschicht nicht betreten Dünnes Eis ist lebensgefährlich – Wasserwacht warnt vor Gefahren

(Foto: Vladimir A Veljanovski/123rf.com)(Foto: Vladimir A Veljanovski/123rf.com)

Seit einigen Tagen hat es Minusgrade in der Region und langsam beginnen die ersten Seen zu zufrieren. Doch Vorsicht das Eis ist noch zu dünn und die Gefahr beim Betreten somit sehr hoch.

REGENSBURG Auch Horst Happach, Leiter der Wasserwacht Ortsgruppe Regensburg warnt: „Die niedrigen Temperaturen der letzten Tage haben teilweise dazu geführt, das sich auf einigen Gewässern eine Eisschicht gebildet hat. Jedoch warne ich eindringlich davor, die Eisfläche zu betreten. Die im Moment bestehende Eisdecke ist noch viel zu dünn. Bricht man durch die Eisdecke, ein besteht Lebensgefahr aufgrund der kalten Wassertemperaturen. Wer ins Eis einbricht, verliert bei den niedrigen Wassertemperaturen sehr schnell das Bewusstsein und läuft so Gefahr, zu ertrinken.“

Damit Eis eine Person mit 75 Kilo Körpergewicht tragen kann, muss es mindestens zehn Zentimeter dick sein. Für kleinere Personengruppen sollten es mindestens 15 Zentimeter sein. „Damit das Eis so dick wird, braucht es noch einige richtig kalte Tage“, erklärt Horst Happach. Auch wenn das Eis am Rand schon dick genug ist, heißt das nicht, dass es überall Menschen tragen kann. „Warme Strömungen unter dem Eis sind von außen nicht sichtbar und können gefährlich dünne Eisstellen erzeugen.“ Deshalb der Rat: „Eisflächen auf natürlichen Gewässern besser meiden und zum Schlittschuhlaufen lieber auf eine Eislaufbahn.“

Wer dennoch ins Eis einbricht, sollte unbedingt laut um Hilfe rufen, in jedem Fall vermeiden, dass er unter das Eis gerät und sich so wenig wie möglich bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu verlieren. Zeugen eines solchen Unfalls sollten sofort Hilfe holen über die Notrufnummern 112, die eingebrochene Person beruhigen, mit Hilfe von Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseil oder ähnliche Gegenstände die

zur Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern und nur ins eisige Wasser gehen, wenn sie selbst über eine dritte Person mit einem Seil gesichert sind.

Wenn es gelingt, den Verunfallten ans Land zu ziehen, ist es wichtig, ihn unbedingt vor Kälte zu schützen und möglichst wenig zu bewegen. Ist der Verunfallte bewusstlos muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden, hat er einen Herz-Kreislauf-Stillstand, muss umgehend mit der Wiederbelebung begonnen werden.

Auch deshalb empfiehlt die Wasserwacht-Bayern Erste-Hilfe-Kenntnisse immer wieder aufzufrischen. Aktuelle Kursangebote können bei den Kreisverbänden des Bayerischen Roten Kreuzes erfragt werden.


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