21.06.2018, 13:33 Uhr

Albertus-Magnus-Weg Von der Seidenplantage zum Adlersberg – ein Hörpfad gibt Auskunft über die biologische Vielfalt

Landrätin Tanja Schweiger und Bürgermeister Jürgen Huber lauschten den Ausführungen auf dem Hörpfad. (Foto: Thomas Hossfeld)Landrätin Tanja Schweiger und Bürgermeister Jürgen Huber lauschten den Ausführungen auf dem Hörpfad. (Foto: Thomas Hossfeld)

Von der Seidenplantage in Regensburg zum Adlersberg in der Gemeinde Pettendorf – der Albertus-Magnus-Weg auf den Winzerer Höhen ist ein beliebtes Ziel für Wanderer. Er führt durch ein Landschaftsschutzgebiet, das zu den artenreichsten Biotopen der Stadt zählt.

REGENSBURG/PETTENDORF Der Landschaftspflegeverband Regensburg hat nun den bestehenden Weg im Rahmen des Projekts „Juradistl – Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura“ neu gestaltet und abseits der Hauptroute an zehn Stationen einen Hörpfad geschaffen, der Wissenswertes zum Thema Biodiversität bietet. Das Stadtgartenamt Regensburg hat die Installation unterstützt. Eröffnet wurde der Hörpfad am Montag durch Landrätin Tanja Schweiger und Regensburgs Bürgermeister Jürgen Huber. Juradistl ist das größte Biodiversitätsprojekt der Oberpfalz und wird durch das Staatsministerium für Naturschutz finanziert. Landrätin Tanja Schweiger wies auf die besondere Bedeutung der Artenvielfalt für die Landschaft hin, auf die der Weg aufmerksam machen will. Das neue Angebot des Hörpfades mittels QR-Code sei eine Motivation für Kinder und schärfe bei ihnen das Bewusstsein für diese Vielfalt schon von klein auf.

Wie funktioniert der Hörpfad?

Zur Hörstation werden die Tafeln auf dem Hörpfad durch den aufgedruckten Code. Dazu müssen Interessierte einen QR-Codereader (im App-Store erhältlich) auf ihrem Smartphone installiert haben, den sie über den Code halten. Die „Mitwirkenden“ der Kulturlandschaft fangen dann an, über ihre Arbeit zu erzählen. Das geht vom Professor, der zur Entwicklung der Kulturlandschaft forscht, über amtliche Naturschützer bis hin zum Gemüse- und Weinbauern, Saftkelterer oder Schäfer. Natürlich kann man die Wanderung auch ohne Smartphone unternehmen. Es sind auch Informationen zum Lesen aufgedruckt. Übrigens war der Namensgeber des Weges, Albertus Magnus (1200 bis 1280) auch ein Botschafter der Biodiversität. Der Universalgelehrte des Hochmittelalters und ehemalige Bischof von Regensburg sammelte auf Wanderungen das Wissen seiner Epoche.

Auch zum genauen Hinschauen, -hören oder auch -riechen wird angeregt. Jede Tafel fordert zum Erkunden eines Themas auf. Da heißt es beispielsweise „Wer findet die wilde Gelbe Rübe! „ So lassen sich auch Kinder motivieren, die acht Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Auf alle, die das Rätsel im zugehörigen Faltblatt lösen, wartet eine kleine Überraschung. Dazu gilt es, die Stationstexte genau zu lesen. Wer die verschiedenen Themen zu Hause noch vertiefen will, für den gibt es pro Tafel einen „Tipp vom LPV“. Beispielsweise Anleitungen, wie man Totholzlebensräume im eigenen Garten anlegen kann.

Streckeninformation

Die einfache Strecke beträgt acht Kilometer (Dauer: circa 2,5 Stunden); eine Kurzvariante bis Winzer beträgt 3,5 Kilometer (Dauer: circa 1,5 Stunden). Markierung ist ein weißes Quadrat mit orangem Strich. Eine Rückfahrt mit dem RVV ist möglich; Parkmöglichkeiten bestehen an der Seidenplantage.


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