23.05.2018, 14:25 Uhr

Weltbienentag Peter Aumer zu Besuch in Köfering – „der Schutz von Bienen ist systemrelevant!“

Ernst Roth, Peter Aumer, Rita Blümel. (Foto: Büro Aumer)Ernst Roth, Peter Aumer, Rita Blümel. (Foto: Büro Aumer)

Am 20. Mai fand erstmals der Weltbienentag statt. Dieser wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen und geht auf die Initiative des slowenischen Imkerverbands zurück.

LANDKREIS REGENSBURG Der Weltbienentag soll Bienen und andere Bestäuber stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Der Tag macht daher einerseits auf das Insektensterben aufmerksam und auf die Probleme, unter denen Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten aktuell leiden; andererseits unterstreicht er die Bedeutung der Bestäubung beispielsweise für die weltweite Nahrungsmittelversorgung. So tragen Bienen zu einer weltweiten Wertschöpfung von 70 Milliarden Euro bei – beispielsweise über die Bestäubung von Obst-, Gemüse- und Ackerpflanzen oder der Produktion von Honig. Der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer dazu: „Die Biene ist nach Rind und Schwein das drittwichtigste volkswirtschaftliche Nutztier in Deutschland. Sie sind wahre Alleskönner. Ihr Schutz ist eine schlichte Lebensnotwendigkeit für unsere Gesellschaft, um weiterhin die ökologische Artenvielfalt und eine regionale Nahrungsmittelversorgung zu gewährleisten.“

Anlässlich des Weltbienentags hat sich Peter Aumer mit der Bezirksbäuerin Rita Blümel einen Einblick über die aktuelle Situation der Bienen in der Region Regensburg verschafft. Imker Ernst Roth – Vorsitzender des Imkervereins Köfering – stellte die Herausforderungen durch die hohe Belastung der Bienenvölker durch Monokulturen, Pestizide und Parasiten in der Landwirtschaft dar. Er zeigte sich sehr erfreut, dass die Bundesregierung 2015 die Einfuhr und die Aussaat von Getreidesaatgut verboten hat, das mit Neonikotinoiden behandelt wurde und damit über geltendes EU-Recht hinausgeht. Neonikotinoide sind Pflanzenschutzmittel, die sich negativ die Vermehrung der Bienen auswirken. In diesem Zusammenhang wies Rita Blümel darauf hin, dass über das Julius-Kühn Institut (JKI) für Imker die Möglichkeit besteht, eingesandte Proben aus den Bienenstöcken kostenlos auf biologische und chemische Wirkstoffe untersuchen zu lassen. Die Bezirksbäuerin dazu: „Es muss den Ursachen bei jeder Schädigung von Bienenvölkern auf den Grund gegangen werden. Dieses Angebot unterstützt die Imker aktiv und gibt gleichzeitig Gelegenheit, einen Austausch zwischen Landwirten, Imkern und Vertretern aus der Forschung anzustoßen. Daher hat der Bauernverband im Frühjahr 2018 die Fachgruppe `Bienen – Insekten – Biodiversität´ gegründet.“

Neben der Landwirtschaft kann aber auch jeder selbst auf seinem Balkon, der Terrasse oder dem Garten Bienen mit bestimmten Blühpflanzen eine gute Nahrungsquelle bieten und damit dem Bestand an Honigbienen sichern helfen. Hier verwies Aumer auf die Initiative „Bienen füttern“ und die „Bienen-App“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Diese informieren darüber, welche Blühpflanzen besonders bienenfreundlich sind.


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