10.03.2018, 12:48 Uhr

Der „Earl“ im Test Wie funktioniert das Carsharing-System in Regensburg?


„Der ist ja total leise“, freuen sich Wochenblatt-Volontärin Verena Bengler und Praktikantin Katharina Sodtke, als der BMW i3 namens „Earl“ endlich die ersten Meter zurücklegt. Gemeinsam testen sie für das Wochenblatt das Carsharing-System der Stadtwerke Regensburg.

REGENSBURG Obwohl wir beide keinen blassen Schimmer davon hatten, wie das Carsharing-System genau funktioniert, war es wirklich ein Kinderspiel. Noch in der Wochenblatt-Redaktion registrierten wir uns unter www.heyearl.de als Nutzer. Bei der Rewag zeigten wir Personalausweis und Führerschein vor und schon konnte die Fahrt beginnen. Per App buchten wir den BMW i3, der auf dem TechBase-Gelände beheimatet ist. Dort angekommen öffneten wir das Fahrzeug mit der App und warfen einen Blick in das Benutzerhandbuch. Dort ist ausführlich erklärt, wie man das Auto von der Ladestation trennen und losfahren kann.

Man sollte das Auto aber auf jeden Fall rechtzeitig buchen, denn die Nachfrage ist groß: Immerhin werden der i3 an der TechBase und der Renault Zoe im Candis regelmäßig von 299 unterschiedlichen Nutzern gefahren. Der i3 ist seit Januar 2017 im Einsatz und hat bereits 1.066 Fahrten auf dem Buckel. Zurücklegen musste er in dieser Zeit rund 68.000 Kilometer. Aber auch der Renault Zoe verbringt viel Zeit auf der Straße. Mit 959 Fahrten und 42.000 gefahrenen Kilometern seit November 2016 wird auch er von den Regensburgern sehr gut angenommen.

Bald gibt es drei neue Earls zum Teilen

Obwohl dem i3 eine Fahrt durch die Waschanlage sicher guttun würde, sind er und der Renault Zoe besonders „sauber“ – sie fahren mit 100 Prozent Ökostrom der Rewag. Auf den 110.000 Kilometern, die bisher mit den beiden E-Autos zurückgelegt wurden, konnten über 16 Tonnen CO2 eingespart werden.

Nach einer 20 Kilometer langen Spritztour – natürlich durfte jeder von uns mal hinter das Steuer – stellten wir den i3 wieder auf seinem Parkplatz ab. Ruckzuck war der Earl wieder an der Ladestation angeschlossen und bereit für den nächsten Fahrer.

(Foto: vb)

Nach unserer Probefahrt steht eindeutig fest: Wir sind begeistert! Obwohl man die Autos durch die große Nachfrage frühzeitig buchen muss, ist das System kinderleicht und praktisch – vor allem, wenn man mal etwas großes transportieren muss oder in der Nähe der Stellplätze wohnt. Außerdem sollte sich auch die Verfügbarkeit der Autos bald enorm verbessern. Schon im April soll die Flotte um drei weitere Autos ergänzt werden. Sowohl in den Parkhäusern am Petersweg und am Dachauplatz als auch in Stadtamhof sollen bald weitere „Earls“ zur Verfügung stehen.


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