28.12.2017, 20:28 Uhr

Stunde der Wintervögel Der Hobbygärtner kann einiges tun, damit sich Vögel im Garten wohlfühlen

Gut versteckt – das Vogelnest. (Foto: Landratsamt, Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege)Gut versteckt – das Vogelnest. (Foto: Landratsamt, Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege)

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind.

LANDKREIS REGENSBURG Für viele Gartenbesitzer ist es eine Selbstverständlichkeit, im Winter ein Vogelhäuschen aufzustellen und die gefiederten Gäste mit Futter zu versorgen. Dabei ist darauf zu achten, dass streunende Katzen sich nicht unbemerkt anschleichen können und dass das lose Körnerfutter geschützt vor Schnee und Regen im Trocknen liegt. Gut bewährt haben sich Futtersäulen, die immer nur geringe Mengen freigeben und so das Futter vor Verunreinigungen – wie zum Beispiel Vogelkot – schützen. Samen, Nüsse und getrocknete Früchte – je vielfältiger das Angebot, desto vielfältiger auch die Vogelschar, die sich am Futterhaus einfindet. Fettfutter, wie zum Beispiel Meisenknödel, lässt sich sehr leicht selber herstellen und wird in leere Kokosschalen oder Tontöpfe gefüllt aufgehängt. Aber wo viele Individuen zusammenkommen, können sich auch Krankheitserreger ausbreiten. Deshalb lieber mehrere kleine Futterstellen anbieten als eine große und zwischendurch die Futterstelle reinigen. Am Ende der Fütterungsperiode sollten die Behältnisse desinfiziert werden, das funktioniert am besten mit einer stark verdünnten Essigessenz.

Bereits jetzt lassen sich Vorkehrungen treffen, damit sich die Vogelschar das ganze Jahr über im Garten wohlfühlt: Pflanzen von Vogelschutz- und Vogelnährgehölzen. Bewehrte Sträucher dienen als Nist- und Schlafplatz, Samen und Früchte als Nahrungsquelle, Pflanzen von insektenfreundlichen Stauden und Sträuchern. Larven und Insekten sind Lebendfutter, das gerade zur Aufzucht der Jungen gebraucht wird. Verzicht auf Chemie im Garten. Über die Nahrungskette gelangt das Gift auch in die Gelege der Jungvögel. Selbst kompostieren. So werden die Pflanzen rundum versorgt und Würmer sowie Käferlarven bieten den Vögeln Nahrung. Bereitstellen von sauberem Wasser. Vögel brauchen es zum Trinken und für die Gefiederpflege. Vorbereiten einer kleinen Sandgrube. Mit einem Sandbad halten einige Arten ihr Gefieder frei von Parasiten. Natürliche und künstliche Nisthilfen. Totholzhaufen, Baumhöhlen und Mauerspalten werden als Nistplatz genutzt. Ist nichts davon vorhanden, wäre jetzt Zeit, um eine Nisthilfe zu basteln.

Übrigens: Vom 5. bis zum 7. Januar 2018 findet wieder die Stunde der Wintervögel statt. Infos dazu gibt es im Internet unter www.nabu.de.


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