14.12.2017, 10:36 Uhr

Umwelt Bei der Regensburger Schleuse wird wieder abgeholzt


Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Regensburg hat angekündigt, erneut an der Schleuse abzuholzen. Man spricht indes davon, dass man Ersatzpflanzungen vornimmt – vor ein paar Jahren hatte es eine breite Debatte über die Maßnahmen gegeben.

REGENSBURG Der Ärger war riesig, als im Januar 2013 die Bagger anrollten und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt entlang der Donau von der Schleuse aus die Bäume absägen ließ. Der dichte Bewuchs auf dem Damm hatte diesen marode werden lassen. Man habe keine andere Möglichkeit gehabt, als die Bäume zu entfernen. Der Aufschrei war wohl auch deshalb riesig, weil viele Regensburger die Strecke zum Westbad-Weiher als Naherholungsgebiet sehen. Es gab einen kleinen Aufstand gegen die Aktion, die dazu führte, dass ein Runder Tisch eingeführt wurde. Die Schillerwiese wurde deshalb aufgewertet und teilweise mit schönen Sandbänken ergänzt.

Jetzt will das Amt den selben Fehler – fehlende Kommunikation – nicht schon wieder machen. Deshalb informiert sie die Öffentlichkeit darüber, dass es erneut zu Maßnahmen dort kommen wird. Um einen Aufschrei wie im Jahr 2013 zu vermeiden, hat das WSA eine Pressemitteilung heraus gegeben. Unklar bleibt dabei allerdings, in welchem Umfang hier Eingriffe an den Grünbestand unternommen werden. Das Amt spricht nur davon, dass es mit der Stadt Regensburg mit der Unteren Naturschutzbehörde Absprachen gab.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat nun per Pressemittelung mitgeteilt das mitgeteilt:

„Zur Aufrechterhaltung der Sicherheit des Hochwasserschutzes im Bereich der Schleuse Regensburg sind im Dezember 2017 bis in den Januar 2018 entsprechende Gehölzpflegemaßnahmen vor Ort durchzuführen. Mit den zuständigen Stellen der Stadt Regensburg (insbesondere mit der Unteren Naturschutzbehörde) wurden diese Maßnahmen vorab abgestimmt. Vor Ort begleitet der Außenbezirk Regensburg mit fachlicher Unterstützung durch den Bundesforst die Durchführung der vergebenen Arbeiten. Nach Abschluss der geplanten Sanierungsarbeiten an der Hochwasserschutzmauer sind entsprechend ökologisch wertvolle Ersatzpflanzungen an gleicher Stelle bereits vorgesehen.“


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