14.02.2020, 15:51 Uhr

Amt warnt Aktuelle Situation nach Sabine - Gefahren lauern im Wald

 Foto: Jürgen Jobst Foto: Jürgen Jobst

Der Sturm Sabine hat im Landkreis Rottal-Inn stark gewütet und enorme Schäden verursacht. Nach vorläufigen Schätzungen des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfarrkirchen summieren sich die Schäden auf mittlerweile über 100.000 Festmeter Holz.

ROTTAL-INN. Flächenhafte größere Schäden sind nur vereinzelt aufgetreten. Große Sorgen bereiten hingegen die vielen Einzel- und Nesterwürfe von denen fast kein Waldstück verschont geblieben ist. Zudem sind viele Waldbäume „angeschoben worden“ d.h. sie sind in Schieflage und ihre Wurzeln sind so stark geschädigt, dass die Bäume jederzeit umfallen können. Zudem sind viele Kronenbrüche und Astabbrüche zu beobachten, bei denen die Gefahr besteht, dass sie unverhofft herabfallen. Das AELF Pfarrkirchen warnt deshalb davor sich derzeit im Wald aufzuhalten oder im Wald spazieren zu gehen.

Waldbesitzern, die ihre Schäden aufarbeiten wollen, wird geraten abzuwarten, bis sich die Wetterlage wieder beruhigt hat und keine Strumböen mehr vorhergesagt werden. Die Aufarbeitung von Sturmholz birgt sehr große Risiken und zählt zu den gefährlichsten Arbeiten im Wald, wie Forstdirektor Gerhard Huber vom AELF betont. Umgestürzte Stämme stehen unter starker Spannung und die Gefahr herabfallender Äste ist höher als sonst. Auch für erfahrene Waldbesitzer sind solche Si-tuationen oft schwer einzuschätzen. Die Arbeit nach dem Sturm sollte deshalb im Zweifel lieber Fachleuten überlassen werden und wenn möglich mit Harvestern erfolgen.

Um im Notfall Hilfe holen zu können, muss bei der Holzernte immer zu zweit gearbeitet werden. Zudem sollte immer ein Handy dabei sein und Familienmitgliedern der Arbeitsort mitgeteilt werden. Für fast alle Waldgebiete im Landkreis gibt es auch sogenannte Rettungspunkte mit einer Nummer zu denen im Notfall die Rettungskräfte geleitet werden. Vor dort aus können die Retter dann durch Dritte zum Unfallort geführt werden. Es ist daher ratsam, sich vor Arbeitsbeginn den jeweiligen Rettungspunkt einzuprägen (Rettungspunktekarte für Bayern unter www.baysf.de/de/wald-erkunden/rettungstreffpunkte.html).


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