24.09.2019, 16:01 Uhr

Landschaftspflege Heckenschnitt im Landkreis

(Foto: Landschaftspflegeverband)(Foto: Landschaftspflegeverband)

Viele Hecken in den Gemeinden Arnstorf, Bad Birnbach, Ering, Falkenberg, Hebertsfelden, Johanniskirchen, Julbach, Kirchdorf, Rimbach und Roßbach erfahren in der kalten Jahreszeit so eine professionelle Pflege über Landwirte oder beauftragte Firmen, die vom Landschaftspflegeverband fachlich angeleitet werden.

ROTTAL-INN Hecken gliedern und bereichern die Agrarlandschaft im Landkreis und sind wertvoller Lebens- und Rückzugsraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Sie vernetzen verschiedene Lebensräume wie Wälder, Säume und Magerrasen miteinander. Nicht zuletzt bringen sie reiche Früchte für Mensch und Tier: Schlehen für köstliches Gelee und Likör, Holunderblüten für Erkältungstee und erfrischenden Sirup, Haselnüsse zum Knabbern und Hagebutten mit viel Vitamin C.

Winterzeit ist Heckenpflegezeit: Jetzt, wo die Bäume und Sträucher in der Saftruhe sind und die Vogelbrutzeit vorbei ist, ist die beste Zeit, die Hecken zurückzuschneiden. Warum? Hecken brauchen in größeren Zeitabständen einen Pflegeschnitt, sonst vergreisen diese, hängen immer mehr über und werden in ihrem Inneren immer lückiger – die ökologische Funktion als Rückzugsraum für Niederwild und als Nistplatz für Vögel geht verloren.

Bei der Heckenpflege werden Abschnitte der Hecke „auf Stock gesetzt“, d.h. mit der Motorsäge möglichst bodennah abgeschnitten, sodass diese von unten her wieder vital austreiben. Die Hecken stehen unter Naturschutz und dürfen nie als ganzes, sondern immer nur in Teilabschnitten zurückgeschnitten werden. Viele Hecken in den Gemeinden Arnstorf, Bad Birnbach, Ering, Falkenberg, Hebertsfelden, Johanniskirchen, Julbach, Kirchdorf, Rimbach und Roßbach erfahren in der kalten Jahreszeit so eine professionelle Pflege über Landwirte oder beauftragte Firmen, die vom Landschaftspflegeverband fachlich angeleitet werden.

Der Landschaftspflegeverband wickelt im Auftrag der Kommunen Heckenpflegemaßnahmen im Rahmen der Förderung über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP, „Heckenpflegeprämie“) ab. Dabei wird ein naturschutzfachlich abgestimmtes Pflegekonzept für alle Heckenabschnitte erarbeitet, das sich über einen Zeitraum von normalerweise über 5 Jahren erstreckt. Das Schnittgut wird übrigens gehackt und als CO2-neutraler Brennstoff verwertet ein kleiner Teil wird als Totholz auf der Heckenfläche belassen.


0 Kommentare