08.05.2018, 09:00 Uhr

Kontrollen Das Gesundheitsamt überwacht die Badegewässer im Landkreis

Irmgard Bachhuber und Claus Fischer mit Thermometer, Secchi Scheibe zur Bestimmung der Sichttiefe und ein Probenahmegefäß mit Haltestange für bakteriologische Untersuchung. (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)Irmgard Bachhuber und Claus Fischer mit Thermometer, Secchi Scheibe zur Bestimmung der Sichttiefe und ein Probenahmegefäß mit Haltestange für bakteriologische Untersuchung. (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)

Die Badesaison steht in den Startlöchern. Damit der Badespaß auch ungetrübt bleibt, werden die Badegewässer in sämtlichen Mitgliedstaaten der EU nach einheitlichen Kriterien kontrolliert und bewertet. Im Landkreis Rottal-Inn erfolgt dies durch das Gesundheitsamt fünfmal je Badesaison im vierwöchigen Abstand.

ROTTAL-INN Neben der Entnahme und Analyse von mikrobiologischen Wasserproben finden Ortsbesichtigungen statt, bei denen unter anderem die Sichttiefe bestimmt sowie auf mögliche Verschmutzungen und Algenentwicklungen geachtet wird. Besonderes Augenmerk legt das Gesundheitsamt auf den mikrobiologischen Zustand der Gewässer.

Fäkalkeime, die in Gewässern vorkommen können, sind Indikatoren für eventuelle Krankheitserreger. Werden die Grenzwerte der Indikatorkeime überschritten oder werden Krankheitserreger gefunden, wird ein Badeverbot ausgesprochen. Dies dient dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung.

Das Gesundheitsamt macht darauf aufmerksam, dass nur bestimmte Gewässer im Landkreis als EU Badegewässer bezeichnet werden. Nur bei diesen Gewässern ist das Gesundheitsamt verpflichtet, regelmäßig Wasserproben zu entnehmen. Im Landkreis Rottal-Inn sind dies der Berghamer See und der „Lago“ in Kirchdorf. Kontrolliert werden im Landkreis Rottal-Inn zusätzlich die Badegewässer Gries bei Bad Birnbach und der Rottauensee in Postmünster.

„Dass wir auch die anderen Gewässer stichprobenartig kontrollieren, das ist ein freiwilliger Service am Bürger“, betont Dr. Ludwig Müller, Leiter des Gesundheitsamtes Rottal-Inn.

Auch die Badegäste können eine Menge zum guten Zustand der Gewässer beitragen. „Es hilft beispielsweise keine Wasservögel zu füttern und den eigenen Müll wieder mit nach Hause zu nehmen. Verunreinigungen sollten Badegäste sofort der Kommune bzw. der Stadt oder dem Kreis melden“, so Josef Matsche und Claus Fischer vom Gesundheitsamt Rottal-Inn.

Infos zu den einzelnen Seen wie Badesaisonbeginn und Dauer, aktuelle Messwerte zur Wasserqualität sowie die Einstufung der Seen in den letzten Jahren, findet man auf der Homepage des Landkreises unter www.rottal-inn.de. Dort sind auch die Ergebnisse der ersten Beprobungsrunde bereits online.


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