05.04.2018, 10:00 Uhr

Landschaftspflegeverband Wachsende Aufgaben sorgten 2017 für finanzielles Minus

Einen interessanten Vortrag hielt der Dipl.-Biologe Stefan Kattari beim LPV. (Foto: Kattari)Einen interessanten Vortrag hielt der Dipl.-Biologe Stefan Kattari beim LPV. (Foto: Kattari)

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Landschaftspflegeverbands (LPV) fand wieder im Landratsamt in Pfarrkirchen statt. Unter dem Vorsitz von Landrat Michael Fahmüller präsentierte der LPV seinen Haushalt des Jahres 2017 und gab einen Ausblick auf die Entwicklungen 2018. Aufrüttelnd war der Fachvortrag von Dipl.-Biologe Stefan Kattari zum Thema „Wiesen – wertvoll für die Biodiversität“.

ROTTAL-INN Rainer Blaschke, Geschäftsführer des LPV, erläuterte den Haushalt 2017. Einnahmen von rund 589.000 Euro stehen Ausgaben von knapp 645.000 Euro gegenüber, womit der Haushalt mit einem Minus von 56.000 Euro abschließt. Dies war vor allem bedingt durch die wachsenden Aufgaben des LPV und den damit verbundenen erhöhten finanziellen Vorleistungen, die jedoch im Folgejahr durch die Auszahlung der Fördermittel ausgeglichen werden.

Wichtig ist Rainer Blaschke deshalb die wirtschaftliche Betrachtung des Haushaltes mit einer projektbezogenen Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen, die zeigt, ob die Finanzierung des Verbandes langfristig gesichert ist und alle Ausgaben refinanziert werden. Hier steht als Ergebnis ein erwirtschafteter Überschuss von knapp 6.500 Euro.

Der Geschäftsführer verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass der LPV seit Tätigkeitsbeginn im Jahr 2010 viele zusätzliche Aufgaben wahrnimmt und die Zahl der Mitarbeiter von anfänglich zwei auf sechs Beschäftigte gewachsen ist. Die damit verbundenen Mehrausgaben und zusätzlichen Leistungen konnten bei gleichbleibenden Mitgliedsbeiträgen erwirtschaftet werden, die immer noch auf dem Stand von 2009 sind.

Dass der LPV wirtschaftlich mit seinen Finanzen umgeht und die Mitarbeiter sehr gewissenhaft arbeiten, bestätigte der Rechnungsprüfer, Bürgermeister Josef Auer. Die Vorstandschaft und die Geschäftsführung wurden einstimmig entlastet.

Am wachsenden Haushalt für 2018 zeigt sich, dass die Aufgaben des LPV auch in Zukunft weiter zunehmen. Hier stehen geplanten Ausgaben von rund 740.500 Euro erwartete Einnahmen in Höhe von 741.000 Euro gegenüber. Der Haushalt wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt.

Entsprechend den Haushaltsposten wurden die vielen laufenden Projekte und zukünftigen Tätigkeiten des LPV kurz dargestellt. Neben der klassischen Landschaftspflege und Biotopgestaltung gehören hierzu unter anderem Aufgaben wie die Leitung von boden:ständig-Projekten für Erosions- und Gewässerschutz im Landkreis Rottal-Inn, die Anlage von kommunalen und privaten Ausgleichsflächen, die Pflege kommunaler Hecken, die Gebietsbetreuung im Europareservat Unterer Inn, die Umweltbildung und die Unterstützung der Kreisentwicklung beim Gewässerschutz, beim insektenfreundlichen Landkreis und bei der Neugestaltung des Infozentrums in Ering.

Der Verband führt seine vielfältigen Aufgaben in enger Zusammenarbeit mit vielen Partnern durch. Beispielhaft nannte der Geschäftsführer die untere Naturschutzbehörde und Naturschutzverbände sowie die heimische Landwirtschaft und die Ämter für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, ohne deren Unterstützung viele Projekte nicht realisiert werden könnten.


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