04.12.2019, 10:02 Uhr

Orientierung im Naturschutzgebiet verbessert Dreisessel für die Schneeschuhsaison gerüstet

Die Bergwacht Passau-Haidmühle bei der Markierung des Adalbert-Stifter-Steiges. (Foto: Marco Müller)Die Bergwacht Passau-Haidmühle bei der Markierung des Adalbert-Stifter-Steiges. (Foto: Marco Müller)

Neue Markierungen, damit sich keiner mehr verlaäuft

NEUREICHENAU. Der Naturpark Bayerischer Wald und die Bergwacht Passau-Haidmühle haben entlang des Adalbert-Stifter-Steiges die Wintermarkierung für Skitouren- und Schneeschuhgeher angebracht.

Jeder der im Winter bei nicht optimalen Sichtverhältnissen im Dreisesselgebiet unterwegs ist, kann davon berichten: Die Orientierung kann einem sehr schwerfallen. Noch dazu, wenn man sich an das örtliche Wegegebot im Naturschutzgebiet halten möchte. „Speziell auf dem Adalbert-Stifter-Steig fällt auch den ortskundigsten Wintersportlern die Orientierung in dem Meer aus Weiß und abgestorbenen Bäumen schwer“, weiß Stefan Berger Bereitschaftsleiter der Bergwacht Passau-Haidmühle. Am Stifter-Steig finden sich wenige natürliche Strukturen, an denen man sich bei schlechter Sicht orientieren kann.

Abhilfe soll nun der erste Teil des frisch ausgearbeiteten Besucherlenkungskonzepts am Dreisessel schaffen. Am Sonntag haben Stefan Berger mit vier weiteren Kammeraden der Bereitschaft sowie der neue Naturpark-Ranger Marco Müller drei Meter lange Stangen installiert, die von der Gemeinde Neureichenau zur Verfügung gestellt wurden und an deren Spitzen grüne Lenkungsschilder montiert sind. „Eine solche Markierung werden seit vielen Jahren vom Deutschen Alpenverein in den Bayerischen Alpen eingesetzt, um auf naturverträgliche Winterrouten“ hinzuweisen“, so Marco Müller. „Und gerade am Stifter-Steig ist es besonders wichtig, dass wir den Wintersportlern den richtigen Weg weißen, denn in diesem Bereich befindet sich ein wichtiger Winterlebensraum des störempfindlichen Auerhuhns“.

In Kürze werden entlang des Stifter-Steiges auch noch kleine Plaketten angebracht mit einem Bergrettungshinweis und dem Standort. „Ein solches System haben wir schon lange gebraucht“, sagt Stefan Berger, „Immer wieder melden sich in Not geratene Berggeher bei uns, ohne genau sagen zu können, wo sie sich befinden“. Mit den durchnummerierten und per GPS eingemessenen Standortangaben wird das nun anders.

Marco Müller freut sich über die gelungene Gemeinschaftsaktion: „Ohne die Unterstützung der Bergwacht wäre ich heute aufgeschmissen gewesen.“ Die Verbesserung der Wintermarkierung ist noch nicht abgeschlossen. Auch zwischen Habergrasberg und Hochstein und weiter bis zum Dreisesselhaus werde die Route noch markiert. Damit sich die Wintersportler am Dreisessel auch schon am Tourenausgangspunkt informieren können, werden in Kürze auch noch die Informationstafeln mit topografischen Übersichtskarten ergänzt. „Danach kann der Schnee kommen“ so Müller.


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