21.02.2019, 16:29 Uhr

Flächendeckende Ölsperre 1.500 Liter Treibstoff ausgelaufen und teilweise im Inn gelandet

Aus einem defekt Dieseltank sind rund 1.500 Liter Treibstoff ausgelaufen und teilweise im Inn gelandet. (Foto: THW Landkreis Mühldorf)Aus einem defekt Dieseltank sind rund 1.500 Liter Treibstoff ausgelaufen und teilweise im Inn gelandet. (Foto: THW Landkreis Mühldorf)

Viel zu tun hatten die Aschauer Feuerwehr, die Wasserwacht, das THW, die Kreisbrandinspektion, die Katastrophenschutzbehörde und das Wasserwirtschaftsamt am Mittwoch, 20. Februar. Aus einem defekten Dieseltank auf einem Privatgrundstück bei Jettenbach waren rund 1500 Liter Treibstoff ins Erdreich und über einen Bach in den Inn gelangt. Ein Spaziergänger bemerkte die Misere und schlug Alarm.

BERGHAM/JETTENBACH. Ein Spaziergänger hat am Mittwoch, 20. Februar, zwischen Bergham und Fraham Ölflecken auf dem Inn gesichtet und die Integrierte Leitstelle (ILS) Traunstein informiert. Die alarmierte Feuerwehr Aschau, die Wasserwacht, das THW, die Kreisbrandinspektion, die Katastrophenschutzbehörde sowie das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim überprüften die Lage vor Ort. Die Einsatzkräfte errichteten im Bereich der Fischtreppe und beim Stauwehr Jettenbach Ölsperren mit sogenannten Ölschlängeln, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und den Ölfilm abzuschöpfen.

Im weiteren Verlauf wurde eine flächendeckende Ölsperre über den gesamten Inn am Stauwehr Jettenbach vom THW eingerichtet.

Polizei und Feuerwehr konnten im Verlauf als Ursache der Verschmutzung einen ausgelaufenen Dieseltank auf einem Privatgrundstück zwischen den Staustufen Agg und Jettenbach ausmachen und errichteten vor Ort eine weitere Ölsperre um unmittelbar eine weitergehende Kontamination zu verhindern.

Insgesamt ca. 1.500 Liter Diesel sind ins Erdreich bzw. zum Teil über einen kleinen Bach in den Inn gelangt.

Laut Wasserwirtschaftsamt sind keine nachhaltigen Umweltschäden und Beeinträchtigungen für Mensch, Tier und Umwelt zu erwarten. Ein Sachverständiger und ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamts begutachten aktuell die Verschmutzung des Erdreichs auf dem Privatgrundstück des Verursachers, sodass der Aushub des kontaminierten Bodens zügig erfolgen kann.

Insgesamt waren 59 Einsatzkräfte der Feuerwehr, vom THW, von der Wasserwacht, der Kreisbrandinspektion und der Katastrophenschutzbehörde des Landratsamts im Einsatz.

Die Ölsperren bzw. Ölschlängel zur Abschöpfung des Ölfilms werden laufend kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht. Der Verursacher muss mit einer Anzeige rechnen.


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