29.04.2019, 15:43 Uhr

Bienen-Seuche Faulbrut ist in Weng ausgebrochen

In einem Bienenstock im Landkreis Landshut ist die Faulbrut ausgebrochen.Foto: Archiv  (Foto: lw)In einem Bienenstock im Landkreis Landshut ist die Faulbrut ausgebrochen.Foto: Archiv (Foto: lw)

In einem Ortsteil der Gemeinde Weng ist die sogenannte Amerikanische Faulbrut in einem Bienenvolk ausgebrochen. Das Landratsamt Landshut hat mit sofortiger Wirkung einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsort ausgewiesen.

LANDKREIS LANDSHUT Betroffen sind die Ortschaften Hösacker, Pestendorf und Freihausen. Alle Besitzer von Bienenvölkern, deren Stöcke in diesem Gebiet liegen, haben dies unverzüglich dem Veterinäramt am Landratsamt Landshut zu melden (Telefon 0871/408-4000).

Bewegliche Bienenstände in dem betroffenen Gebiet dürfen ab sofort nicht mehr von ihrem Standort entfernt werden. Umgekehrt gilt, dass, so lange die Anordnung in Kraft ist, auch keine Bienenvölker oder Bienen in den Sperrbezirk gebracht werden dürfen. Und bei Stöcken, die von Bienen nicht mehr besetzt sind, ist sicherzustellen, dass sie bienendicht verschlossen sind.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine von Bakterien ausgelösten Bienen-Seuche, die furchtbar unter Bienenvölkern wüten kann. Durch die Tierseuche sind nicht die ausgewachsenen Bienen betroffen, sondern ausschließlich die Larven: Sie kann daher zum kompletten Aussterben von Bienenvölkern führen. Für den Menschen – zum Beispiel beim Verzehr von Honig – stellt die Insektenkrankheit dagegen keine Gefahr dar.

Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk werden unverzüglich von Amtstierärzten auf die Amerikanische Faulbrut untersucht. Diese Untersuchungen werden frühestens nach zwei, spätestens nach neun Monaten wiederholt, nachdem Bienenvölker im Sperrbezirk getötet oder behandelt worden sind.

Vonseiten des Landratsamts Landshut ist bei zurückliegenden Ausbrüchen wiederholt darauf hingewiesen worden, dass auch jeder Verbraucher dazu beitragen kann, die Gefahr der Übertragung von Faulbrut-Erregern zu vermindern. Die Fachleute der Behörde appellieren an die Bürger, keine halbleeren oder noch mit Honigresten versehenen Honig-Gläser über die Altglas-Container zu entsorgen.

Gläser oder Plastikflaschen sollten sorgfältig gereinigt oder anderweitig so sicher entsorgt werden, dass keine Bienen an die Honigreste kommen können. Der Grund: Über ausländischen und oft auch nur über Billig-Honig, den Bienen bei ihren Flügen aufsammeln, sind schon häufig die Erreger der Faulbrut in Bienenstöcke eingeschleppt worden.


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