27.02.2019, 11:37 Uhr

Was für eine beispiellose Aktion Tierfreunde retten zwölf völlig verwahrloste Ziegen vor dem Tod


„Das ist heute nicht mehr selbstverständlich“: In einer beispiellosen Rettungsaktion hat die Tierhilfe e.V. Landshut zusammen mit Tierfreunden zwölf verwahrloste Ziegen gerettet.

GSTAUDACH Durch einen telefonischen Hilferuf der Ex-Lebensgefährtin des Ziegen-Besitzers wurde die Tierhilfe e.V. Landshut auf das Tier-Elend aufmerksam. Renate Seethaler, 1. Vorsitzende der Tierhilfe: „Der Besitzer hatte sich seit Wochen nicht mehr um seine Tiere gekümmert, die in einem weitläufigen Grundstück mit viel Gerümpel und Eisenschrott hausten und sich selbst überlassen waren.“ Nachdem der Besitzer schwerst erkrankt war und in einem Pflegeheim untergebracht werden sollte, habe die ebenfalls gesundheitlich angeschlagene Ex-Lebensgefährtin vorübergehend die Fütterung der Ziegen übernommen. Eine Schäferin unterstützte sie dabei tatkräftig.

„Die Ziegen litten an heftigem Durchfall und waren von Parasiten befallen. Ein Ziegenbock war bereits so blutarm und vom Durchfall ausgetrocknet, dass der herbeigerufene Tierarzt ihn nur noch erlösen konnte“, so Renate Seethaler zum Wochenblatt.

„Erschwerend kam noch hinzu, dass die Böcke nicht kastriert waren und einige Ziegen trächtig ausschauten. Prompt bekam eine Ziege in einer kalten Winternacht Drillinge! Am Morgen fand die Schäferin die kleinen Kitze zitternd am gefrorenen Boden.“ Diese mussten mit der Ziegenmama sofort notfallmäßig untergebracht werden. Zum Glück habe sich ein Platz bei einer Familie in Preisenberg gefunden. Leider sei die Ziegenmama mit den drei Kitzen völlig überfordert und habe das kleinste Ziegenkitz nicht angenommen. Seethaler: „So wurde ,Ida‘ ein Flaschenkind, das mittlerweile prächtig wächst und gedeiht!“

Es sei auch eine Totgeburt im Eisengerümpel gefunden worden. Für die anderen Ziegen und Böcke suchte die Tierhilfe fieberhaft nach neuen Plätzen. Da eine tierschutzgerechte Unterbringung von Ziegen wesentlich schwerer sei, als von Hund oder Katze, habe die Tierhilfe unzählige Telefonate geführt und Kontakte in ganz Bayern aufgenommen. Endlich wurde man mit geeigneten Plätzen fündig.

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