21.12.2018, 12:22 Uhr

Unerwartet hohe Beteiligung Gewaltige Resonanz bei Mobilitätsbefragung

(Foto: Schmid)(Foto: Schmid)

Damit hat die Stadt Landshut nicht gerechnet: Die Befragung der Haushalte zur Mobilität in Landshut hat einen unerwartet hohen Rücklauf. Damit hat die Stadt offenbar einen Nerv getroffen.

LANDSHUT Die Wahlberechtigten in der Stadt Landshut haben sich im September 2017 in einem Bürgerentscheid für den Ausbau des ÖPNV ausgesprochen. Unter dem Motto „Busse, Baby!“ hatten die Initiatoren eine Aufstockung des Angebots um 30 Prozent gefordert. Seither laufen die Planungen für die Umsetzung, die nach Ansicht von Experten nur dann gelingen kann, wenn auch der Landkreis mit einbezogen wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Mobilitätsbedürfnisse und Wege der Bürger in der Region. Deshalb führte das „büro stadtVerkehr“ aus Hilden im Auftrag von Stadt und Landkreis im vergangenen Herbst eine repräsentative Haushaltsbefragung durch. Das Interesse daran übertraf alle Erwartungen: Letztlich haben sich rund 3.300 der per Zufallsprinzip ausgewählten Haushalte beteiligt. Die von den Organisatoren kalkulierte Rücklaufquote wurde damit in fast allen Landshuter Stadtteilen und Landkreisgemeinden übererfüllt.

Das ist umso bemerkenswerter, als das Ausfüllen des achtseitigen Fragebogens durchaus arbeits- und daher zeitintensiv war. Schließlich ging es unter anderem darum, das Mobilitätsverhalten aller Haushaltsmitglieder an einem bestimmten Stichtag in einem „Wegeprotokoll“ genau aufzuschlüsseln und dabei nicht zuletzt die aktuelle Verkehrsmittelwahl („Modal Split“) zu erfassen. Die Fragebögen werden derzeit ausgewertet. Auf Basis dieser Ergebnisse, die voraussichtlich im Februar vorliegen, wollen Stadt und Landkreis den ÖPNV bedarfsgerecht erweitern. Die hohe Beteiligung war deswegen von entscheidender Bedeutung, um tatsächlich den von den Initiatoren erhofften und für die konkrete Ausgestaltung künftiger ÖPNV-Angebote so wichtigen breiten Querschnitt der Nutzer zu erhalten.

Über das enorme Interesse der Bürgerschaft freuen sich nicht nur Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz, sondern auch Stadtrat Prof. Dr. Frank Palme, der das Bürgerbegehren „Busse, Baby!“ mitinitiiert hatte. „Diese Befragung war die erste Möglichkeit für alle beteiligten Bürgerinnen und Bürger, an einem maßgeschneiderten ÖPNV-Angebot für Stadt und Landkreis Landshut mitzuarbeiten. Die überwältigende Beteiligung zeigt, wie groß die Bereitschaft dazu ist. Dafür nochmals herzlichen Dank“, sagt Palme, der in der Rücklaufquote auch die Verpflichtung sieht, „den Ausbau des ÖPNV unter Berücksichtigung der Ergebnisse dieser Befragung zügig voranzutreiben“.


0 Kommentare