29.09.2020, 15:25 Uhr

„Alter Friedhof“ Die Saaler dürfen sich bald auf einen Ort der Besinnung und Ruhe mitten in Saal freuen

Projektplaner Sebastian Kiendl, Bürgermeister Christian Nerb, Klaus Amann (Leader-Geschäftsstelle). Foto: Veronika Preis/VöFProjektplaner Sebastian Kiendl, Bürgermeister Christian Nerb, Klaus Amann (Leader-Geschäftsstelle). Foto: Veronika Preis/VöF

Rund um die alte Pfarrkirche in Saal an der Donau schreiten seit Beginn des Jahres die Bauarbeiten gut voran. Ziel ist es, inmitten der alten Gräber einen Ort der Besinnung und Ruhe zu schaffen. Inzwischen lässt sich erahnen, dass hier ein wertvoller Ort entsteht, der den Saaler Bürgerinnen und Bürgern wie auch Gästen Ruhe, Besinnung und Erholung bieten wird.

Saal an der Donau. Auf neu geschaffenen Sitzgelegenheiten entlang eines kleinen Wasserlaufs wird man besonders gut die Stille des Friedhofs wirken lassen können. Der Wasserlauf, beginnend mit einem Quellstein, entwickelt sich von einem kleinen Rinnsal zu einem breiten Bach, bis er am Ende versiegt. Er wird ein Symbol für die Schönheit und Vergänglichkeit des Lebens darstellen.

Auch ruhige, dem Ambiente angepasste Kulturveranstaltungen soll es geben. Das ermöglicht eine kleine, eigens dafür geschaffene Bühne, vor der bis zu 50 Personen Platz finden können. „In lauen Sommernächten kann ich mir hier wunderbare Konzerte vorstellen“, malt sich Bürgermeister Nerb aus. Damit sich jeder dort einfinden und sicher bewegen kann, wurden alle Wege barrierefrei neu gestaltet. „Einige der alten Gräber, die bereits zu kippen drohten, mussten gesichert werden und Wegbeleuchtungen werden installiert“, erklärt Projektplaner Sebastian Kiendl. Um eine gelungene Einbindung in den Ort zu ermöglichen, wird eine Brücke über der Feckinger Bach errichtet. Damit wird die Verbindung zu dem geplanten Parkplatz hergestellt.

Ein kleines Highlight wird der Arkadengang an der Nordseite des Areals darstellen. An sieben Stelen, gefertigt aus einer echten Saaler Eiche, wird Wissenswertes über Saal und die Saaler erzählt. In Zusammenarbeit mit einzelnen Bürgerinnen und Bürgern und dem Kreisheimatpfleger bereitet Bürgermeister Nerb Geschichte und Geschichten auf, um sie hier dem schlendernden Gast zu präsentieren. „Wer hier her kommt, wird auch Zeit und Ruhe mitbringen. Für den Ein oder Anderen werden diese Geschichten sicherlich interessant zu lesen sein“, führt Bürgermeister Nerb aus.

Beeindruckt zeigt sich auch Klaus Amann von der Leader-Geschäftsstelle beim Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. „Hier werden die EU-Fördermittel beispielhaft eingesetzt: Regionale Kulturgeschichte wird interessant aufbereitet, die Rohstoffe – wie zum Beispiel die Eichenstelen, kommen aus der Region, Barrierefreiheit, spürbarer Nutzen für Einheimische und Gäste. Es zeichnet sich jetzt schon ein wirklich schönes Ergebnis ab.“ Rund 107.000 Euro aus dem Leader-Topf wurden für die Neugestaltung des Areals bewilligt. Bis Ende des Jahres werden die Bauarbeiten abgeschlossen. Sobald im nächsten Jahr die ersten Blüten blühen, will Bürgermeister Nerb den neuen „Alten Friedhof“ feierlich eröffnen und einweihen.


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