03.09.2020, 10:49 Uhr

„Bayern blüht – Naturgarten“ Vom Trockenbiotop bis zum Schwimmteich – Naturgartenzertifizierung in Abensberg

Franz Nadler und Georg Stöckl. Sie haben Mitte August einen traumhaften Garten in Abensberg begutachtet. Foto: Knott, Stadt AbensbergFranz Nadler und Georg Stöckl. Sie haben Mitte August einen traumhaften Garten in Abensberg begutachtet. Foto: Knott, Stadt Abensberg

Franz Nadler, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, und Pomologe Georg Stöckl waren kürzlich in mehreren Abensberger Gärten unterwegs: Die Stadt unterstützt seit nun einem Jahr die Zertifizierung von Naturgärten; angestoßen wurde dies bei der Bund Naturschutz-Ausstellungseröffnung „Gärten – Ödnis oder Oase“ im Aventinum.

Abensberg. Mittlerweile sind drei Gärten in Abensberg zertifiziert. Weitere sollen folgen. Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl erklärt: „Durch die Übernahme der Kosten wollen wir den Bürgern in Abensberg, die die Möglichkeit haben, Lust machen auf artenreiche und vielfältige Gärten.“ Deshalb übernimmt die Stadt Abensberg die Kosten für die Zertifizierung, die der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine durchführt.

Und so funktioniert‘s: Die Obst- und Gartenbauvereine beraten die Gartenbesitzer und melden diese dem Kreisverband, der die Zertifizierung durchführt. Die Prüfer wurden von der Bayerischen Gartenakademie geschult und zugelassen. Nach erfolgreicher Zertifizierung erhalten die Gartenbesitzer eine Urkunde und die Plakette „Bayern blüht – Naturgarten“.

Die Kosten betragen für Mitglieder von Obst- und Gartenbauvereinen 40 Euro, für Nicht-Mitglieder 60 Euro – diese werden von der Stadt Abensberg nach erfolgreicher Zertifizierung übernommen. Die Stadt Abensberg wird die Zertifizierungen begleiten und das Thema im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit bewusst machen. Brandl betont: „Wir hoffen darauf, dass sich der eine oder andere Gartenbesitzer mit unserer Unterstützung Gedanken macht, ob sein Garten lebt oder ob er lediglich Design-Qualitäten besitzt.“

Wer Interesse hat, wende sich an die Stadt Abensberg, die sich mit der Annahme zur Kostenübernahme bereit erklärt. Die Interessenten werden an den örtlichen Obst- und Gartenbauverein weitergeleitet, der dann die nötigen weiteren Schritte unternimmt. Bürgermeister Brandl will die Unterstützung der Zertifizierungen zeitlich vorerst nicht eingrenzen. Er sagte bereits im letzten Jahr: „Das Bienenthema ist keine Eintagsfliege.“

Die wichtigsten Kriterien der Gartenzertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“

Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel

Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger

Kein Einsatz von torfhaltigen Substraten zur Bodenverbesserung

Hohe ökologische Vielfalt – Biodiversität

Mindestens sieben Naturgarten-Elemente wie zum Beispiel ein wildes Eck/Zulassen von Wildkraut/Wiese und Wiesenelemente/Vielfalt der Lebensräume/Laubbäume/Blumen und blühende Stauden als Insektennahrungspflanzen/Gebietstypische Sträucher und Gehölze

Bewirtschaftung und Nutzgarten: Komposthaufen/Gemüsebeet, Kräuter/Mischkultur, Fruchtfolge, Gründüngung, Mulchen/Nützlingsunterkünfte/ Obstgarten, Beerensträucher/Regenwassernutzung, Bewässerung/umweltfreundliche und regionaltypische Materialwahl

Wer mitmachen möchte, schreibe an die Stadt Abensberg, Kennwort Naturgarten, Münchener Str. 14, 93326 Abensberg. Weitere Informationen zur Aktion „Bayern blüht – Naturgarten“ gibt es auf der Homepage der Bayerischen Gartenakademie und beim Kreisfachberater am Landratsamt.


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