19.06.2020, 20:20 Uhr

Regelmäßige Kontrolle Die Stadt Neustadt bereitet sich auf die Stechmücken vor

Die als problematisch bekannten Stellen werden vom Bauhof regelmäßig kontrolliert. Momentan ist die Situation noch entspannt. Bürgermeister Thomas Memmel lässt sich die aktuelle Lage zeigen.  Foto: Monika Hummel, Stadt Neustadt an der DonauDie als problematisch bekannten Stellen werden vom Bauhof regelmäßig kontrolliert. Momentan ist die Situation noch entspannt. Bürgermeister Thomas Memmel lässt sich die aktuelle Lage zeigen. Foto: Monika Hummel, Stadt Neustadt an der Donau

Besonders entlang der Donau werden Mücken jedes Jahr zum Problem. Die Stadt Neustadt an der Donau hat vorgesorgt und versucht, die Verbreitung einzuschränken.

Neustadt an der Donau. Mit dem Sommer kehrt auch ein drängendes Thema in und um Neustadt wieder: Die Belastung durch Stechmücken, insbesondere entlang der Donau. In den Jahren zuvor hat die Stadt Neustadt an der Donau bereits Erfahrungen mit der Bekämpfung der Stechmücken gesammelt.

„Wir sind gut vorbereitet“, erklärt Neustadts Bürgermeister Thomas Memmel. Die Kartierungen, in welchen Gebieten eine Bekämpfung der Mücken möglich sind, liegen vor. Auch das Mittel „Bti“ ist bereits beschafft: Dabei handelt es sich um Eiweißkristalle, also ein biologisches Präparat, das die Stechmücken als Larven aufnehmen und daran verenden. Ein Einsatz des Mittels ist nur während des Larvenstadiums der Mücke sinnvoll; außerdem kann und darf es nur zweimal pro Jahr eingesetzt werden. In Neustadt will man diese Vorgaben mit Rücksicht auf die Umwelt und Natur beachten: „Die Belastung durch die Mücken soll reduziert werden, wir wollen die Beeinträchtigung für unsere Bevölkerung und Gäste so erträglich wie möglich machen“, so Memmel. Es sei aber nicht im Sinne des Umweltschutzes, Insekten, Gewässer und Böden mit stärkeren Mitteln zu belasten. Stattdessen soll das Präparat gezielt an den entscheidenden Stellen und zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. „Wir tasten uns an das richtige Maß heran“, ist das Motto der Bauhöfe Neustadt und Bad Gögging. Wird das Mittel richtig eingesetzt, kommen keine anderen Lebewesen oder Menschen zu Schaden.

Die Bekämpfung mit dem Mittel „Bti“ ist vor allem bei der Überschwemmungsmücke, die ihre Eier nach Starkregen oder Hochwasser meist in der Nähe von Gewässern in den feuchten Boden legt, erfolgsversprechend. Daneben gibt es auch die Hausmücke, die ihre Eier etwa in Gartenteichen, Vogeltränken und anderen Gefäßen, in denen sich Wasser ansammeln kann, ablegt. Auch im privaten Bereich kann die Verbreitung von Stechmücken eingeschränkt werden, indem zum Beispiel Wasser in Gefäßen regelmäßig geleert oder gewechselt wird, Mückenfallen aufgestellt werden oder ebenfalls das Mittel „Bti“ eingesetzt wird.

Die Bauhöfe sind noch auf der Suche nach Unterstützung beim Ausbringen des Präparats. Auch hier sind viele helfende Hände wichtig, um eine gute Wirkung zu erzielen. Wer Interesse daran hat, mitzuhelfen, kann sich bei der Stadtverwaltung unter der Telefonnummer 09445/ 971712 oder per Mail an poststelle@neustadt-do.de melden.


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