24.11.2019, 12:52 Uhr

„Uhu-Verhören“ in der Weltenburger Enge 40 Jahre Vogelschutzrichtlinie – Landratsamt Kelheim feiert Jubiläum

Vertreter aus Politik und Naturschutz sowie die Preisträger des „KEHUHU“-Quiz. (Foto: Marcus Dörner, LRA Kelheim)Vertreter aus Politik und Naturschutz sowie die Preisträger des „KEHUHU“-Quiz. (Foto: Marcus Dörner, LRA Kelheim)

Bereits vor 40 Jahren, genau am 2. April 1979, erließ die Europäische Union die sogenannte Vogelschutzrichtlinie als erstes gemeinsames Naturschutzregelwerk. Auslöser waren insbesondere die Zugvögel, die auf ihren Wanderungen regelmäßig den ganzen Kontinent überqueren und dabei in verschiedenen Ländern oftmals massenhaftem Vogelfang und -abschuss ausgesetzt waren.

LANDKREIS KELHEIM Als Folge der Vogelschutzrichtlinie wurden in der ganzen EU Vogelschutzgebiete, zwölf davon in Niederbayern mit einer Fläche von insgesamt etwa 45.000 Hektar, ausgewiesen. Zusammen mit den Fauna-Flora-Habitaten (FFH-Gebieten) bilden sie das europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“.

Um das 40-jährige Jubiläum gebührend zu feiern, fanden im Laufe des Jahres in ganz Niederbayern Veranstaltungen statt, die auf Erfolge, aber auch auf weitere notwendige Anstrengungen zum Schutz unserer heimischen Vögel aufmerksam machen sollten. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe führte die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Kelheim in Kooperation mit der höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern vor Kurzem die Abschlussveranstaltung durch. Geladen waren neben Gästen aus Politik und Naturschutz auch die Preisträger, die bei den Regional-und Umwelttagen das Uhu-Quiz am Stand der unteren Naturschutzbehörde erfolgreich gelöst hatten. Landrat Neumeyer freute sich, die Gewinne – insgesamt zehn „KEHUHUs“ – an die anwesenden Kinder verteilen zu dürfen. Anschließend wurden zwei „Natura 2000“-Paten, Christiane Geidel und Dieter Winterstein, durch den Regierungsvizepräsidenten Dr. Helmut Graf für ihre besonderen Anstrengungen für den Vogelschutz geehrt. Danach spazierten die Veranstaltungsteilnehmer in der Abenddämmerung Richtung Klösterl. Die Hoffnung, die ganz speziellen Balzrufe des Uhus zu hören, wurde von den mittlerweile vier Uhupaaren in der Weltenburger Enge trotz guter Wetterbedingungen leider nicht erfüllt. Trotzdem wird die Veranstaltung allen in guter Erinnerung bleiben. Dazu trug vor allem Frau Geidel, ausgewiesene Uhu-Spezialistin des Landesbunds für Vogelschutz bei. Sie versorgte die anwesenden Erwachsenen und Kinder mit viel interessantem, spannendem und auch anschaulichem Wissen über die größte Eulenart in unserer Gegend, den Uhu. Sicher werden einige Veranstaltungsteilnehmer ihr Glück bei einem nächsten Abendspaziergang nochmals versuchen und nach dem Ruf des Uhus lauschen!


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