21.11.2019, 09:59 Uhr

Streuobstwiesen für Artenvielfalt Bürgermeister und Schüler griffen zum Spaten – Baumpflanzaktion in Weltenburg

(Foto: Joachim Hamberger, AELF)(Foto: Joachim Hamberger, AELF)

Streuobstwiesen haben eine große Bedeutung für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft. Mit einer Pflanzaktion am Mittwoch, 20. November, im Landkreis Kelheim wollte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Abensberg darauf hinweisen. Zusammen mit Schülern aus der Eduard-Staudt-Schule Thaldorf, Kelheims Bürgermeister Hartmann und Landrat Neumeyer wurden in Weltenburg fünf große Obstbäume auf eine städtische Wiese gepflanzt.

LANDKREIS KELHEIM „Streuobstwiesen prägen unseren Landkreis und stehen für eine intakte Natur, hohe Biodiversität und gesunde, hochwertige Produkte“, sagte Dr. Joachim Hamberger, Leiter des AELF Abensberg. Die Bäume werden vom Freistaat Bayern gestiftet. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber will damit bayernweit auf Möglichkeiten zur Verbesserung der Artenvielfalt hinweisen.

Landrat Martin Neumeyer lobte die Aktion, weil damit alte Sorten erhalten und heimische Lebensmittel erzeugt werden. Bürgermeister Horst Hartmann begeisterte sich dafür, dass Schüler der Förderschule Thaldorf sich aktiv in die Baumpflanzaktion einbrachten und so aktiv Heimat gestalteten. Angeleitet vom Gartenbautrupp des Landkreises und unter Leitung von Franz Nadler, dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, lernten die Jugendlichen, wie professionell Bäume gepflanzt werden. Zwei Apfelbäume, zwei Birnbäume und eine Zwetschge wurden gesetzt. Maria Meixner vom Obst- und Gartenbauverein Weltenburg-Stausacker sagte zu, die Pflege der neu gepflanzten Bäume übernehmen.

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. Rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten kommen dort vor. Die Aktion soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung des Streuobstanbaus schärfen und dem stetigen Rückgang der Streuobstwiesen entgegenwirken. Streuobst ist ein heimisches Produkt aus dem weitere Erzeugnisse gewonnen werden können – vom Fruchtsaft über Honig und Konfitüren bis hin zum Edelbrand.

„Jeder einzelne kann in seinem Bereich etwas für den Artenschutz tun, und wenn es der Kauf heimischen Streuobstes ist“, so Landrat Neumeyer, der sichtlich begeistert von der Aktion war.


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