01.10.2019, 22:23 Uhr

Buntes Rahmenprogramm Strahlendes Herbstwetter und beste Stimmung beim Erntedankfest in Bad Gögging

Pfarrer Marcus Lautenbacher eröffnete mit einem stimmungsvollen Freiluftgottesdienst das Erntedankfest. (Foto: TI Bad Gögging/Zitzelsberger)Pfarrer Marcus Lautenbacher eröffnete mit einem stimmungsvollen Freiluftgottesdienst das Erntedankfest. (Foto: TI Bad Gögging/Zitzelsberger)

Bereits zum 13. Mal lud die Tourist-Information Bad Gögging zum Erntedankfest ein. Bei strahlendem Herbstwetter und einem bunten Rahmenprogramm feierten am Sonntag, 29. September, tausende Besucher am Kurplatz in Bad Gögging.

BAD GÖGGING Aus allen Ecken Bayerns strömten sie auch dieses Jahr wieder in den niederbayerischen Kurort, wo sich der Kurplatz mit prachtvoll geschmückten Hütten und einem großen Erntealtar von seiner schönsten Seite zeigte. Mit Freiluft-Gottesdienst, Schuhplattlern, Goaßlschnoizern, Gstanzlsänger, zünftiger Musik, traditionellem Volkstanz und Erntedankmarkt war für jeden etwas dabei.

Wie in den vergangenen Jahren wurde das Erntedankfest traditionell mit einem Freiluftgottesdienst auf dem Kurplatz eröffnet. Trotz noch etwas kühlen Temperaturen, war der Kurplatz bereits um 10.00 Uhr bis auf den letzten Platz besetzt. Der feierliche Gottesdienst wurde von Pfarrer Marcus Lautenbacher stimmungsvoll und anschaulich gestaltet. Warum plötzlich ein schwarzer Sarg mit der Aufschrift „Pizol“ auf den Kurplatz getragen wurde, sorgte zunächst bei einigen Besuchern für Staunen, wurde aber in der anschließenden Predigt schnell aufgeklärt. Pfarrer Marcus Lautenbacher setzte sich mit der Frage auseinander, wie die christliche Glaubensgemeinschaft zum brandaktuellen Thema Klimaschutz steht. „Es geht nicht um das Klima, die Bienen oder die Bäume, sondern es geht um Gottes Schöpfung, die wir bewahren und retten müssen“, predigte Pfarrer Lautenbacher und sorgte für einen stimmungsvollen Start des Erntedankfestes.

Beim anschließenden musikalischen Frühshoppen mit der Blaskapelle Bad Gögging ließen es sich die Besucher dann bei bayerischer Blasmusik, Kaffee und Kuchen oder Bier und deftigen Schmankerln gut gehen. Und auch an den zahlreichen Ständen des Erntedankmarktes herrschte schon reger Betrieb, denn zum Staunen und Stöbern war hier jede Menge geboten. Rund 30 Aussteller präsentierten regionale Produkte, Schmankerl und einzigartige Mitbringsl. Von Trachtenschmuck und Hopfenlikör über Bücherflohmarkt, Holzdekorationen und Keramik bis hin zu Herbstkränzen, Häkelarbeiten und Dirndlstoffen, gab es für jeden Geschmack das Richtige. Bei dem einen oder anderen Stand konnte man den Künstlern und Handwerkern sogar noch bei ihrer Schauproduktion über die Schulter schauen. Auch beim Benefiz-Kegeln war wie in den vergangenen Jahren wieder einiges los. Der Erlös (Höhe war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt) kommt traditionell wieder dem Förderverein Altenheim St. Josef in Neustadt an der Donau zu Gute.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Neustadts ersten Bürgermeister Thomas Reimer und Tourismus-Managerin Astrid Rundler wurde auf der Bühne das Tanzbein geschwungen. Die Blaskapelle „Ochsentreiber“ und später die „Schreinergeiger“ luden zum Volkstanz und die Besucher ließen sich nicht lange bitten und wirbelten über den Tanzboden. Die zünftige Musik und die urige Stimmung sind nur zwei der vielen Gründe, weshalb sich das Erntedankfest zu einer Veranstaltung entwickelt hat, die nicht nur bei Einheimischen, sondern auch bei Besuchern über die Region hinaus beliebt ist. Es ist vor allem auch das abwechslungsreiche Festprogramm das die Organisatorinnen Fiorentina Casale und Angelique Christen jedes Jahr aufs Neue mit viel Herzblut auf die Beine stellen. Von Schuhplatteln und Goaßlschnoizn, über zünftige Musik und Volkstanzvorführung, bis hin zur Dirndlvorstellung, war so auch dieses Jahr wieder jede Menge geboten. Für besonders ausgelassene Stimmung und bayerische Lebensfreude sorgte dabei u.a. der Auftritt von Gstanzlsänger Josef „Bäff“ Piendl. Dass dabei der ein oder andere Besucher „derbleckt“ wurde tat der Stimmung keinen Abbruch: „Man muss auch über sich selbst lachen können“, freute sich ein Ehepaar aus Ingolstadt darüber, dass sie kurzerhand Inhalt eines der lustigen Gstanzl wurden. „Wir waren letztes Jahr zum ersten Mal hier, und uns hat es so gut gefallen dass wir gleich wieder gekommen sind“, schwärmte das Paar.

Über das gelungene Fest freute sich am späten Sonntagnachmittag auch das Team um Tourismus-Managerin Astrid Rundler: „Das Wetter könnte nicht besser sein und die Besucher haben beste Laune, was könnten wir uns mehr wünschen.“


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