06.11.2018, 21:06 Uhr

Mutterkuhhaltung Rotviehherde von den Gleislhofweiden bezieht Winterquartier

(Foto: VöF)(Foto: VöF)

Seit Mai graste die kleine Rotviehherde auf den Weiden am Gleislhofberg über Riedenburg, hat dort ihren Dienst als tierischer Landschaftspfleger verrichtet und auch für die vielen Spaziergänger die Landschaft bereichert. Mit der zunehmend kühlen Witterung und den ersten Frostnächten wächst kaum noch Gras nach. Deshalb haben die Tiere am vergangenen Wochenende wieder ihr Winterquartier in Kallmünz im Landkreis Regensburg bezogen.

RIEDENBURG Ab nächsten Mai, wenn Gräser und Kräuter wieder sprießen, werden die Rinder den bereits vierten Sommer auf den Gleislhofweiden über der Dreiburgenstadt verbringen.

Der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e. V. hatte im Rahmen des Altmühlleitenprojektes in Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde und den Fachberatern für extensive Rinderhaltung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schwandorf die Idee entwickelt, die alte Nut-zungsform der Rinderbeweidung im Altmühltal wieder aufleben zu lassen.

Die Familie Graml vom Rotviehhof am Jurasteig hält mit dem sogenannten Roten Höhenvieh eine seltene Rasse, die ursprünglich bis auf die Kelten zurückgeht. Die Tiere sind von kastanienbrauner Farbe und prädestiniert für die natürlichste Haltungsform, die Mutterkuhhaltung. Dabei kommt die Milch der Kühe ausschließlich den Kälbern zugute.


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