08.10.2018, 21:32 Uhr

„Schwerwiegende Versorgungslücke“ Nach der Explosion bei Bayernoil – jetzt wird Bitumen knapp

(Foto: smuki/123RF)(Foto: smuki/123RF)

„Schwerwiegende Versorgungslücke im Straßenbau in Bayern“ – darauf macht der Deutsche Asphaltverband (DAV) e. V. aufmerksam. Bayernoil beliefert vor allem den süddeutschen Raum mit dem für die Asphaltherstellung wichtigem Bitumen.

VOHBURG/BAYERN Am Samstag, 1. September, kam es in einer Prozessanlage der Bayernoil im Betriebsteil Vohburg in den frühen Morgenstunden zu einer Explosion. Im Zuge dieser Explosion kam es zu einem Brand in den Anlagen. Die Anlagen wurden sofort außer Betrieb genommen. Betroffen hiervon ist unter anderem die Bitumenproduktion. Bitumen ist als Bindemittel ein wichtiger Bestandteil bei der Asphaltproduktion. Nach Angaben von Bayernoil wird die Produktion von Bitumen auf Monate nicht möglich sein.

Mit dem in der Raffinerie hergestellten Bitumen können jährlich mehr als acht Millionen Tonnen Asphalt produziert werden. Der Unfall ereignet sich aus Sicht der Asphalt produzierenden und einbauenden Industrie zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Denn gerade im Herbst nimmt die Bautätigkeit von Bund, Ländern und vor allem Kommunen zu, um wichtige Bauabschnitte noch vor der Wintersaison fertigstellen zu können.

Es wird versucht, den Engpass durch zusätzliche Lieferungen aus anderen Raffinerien aufzufangen.


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