20.07.2018, 19:38 Uhr

Chance für den Landkreis Kelheim Die Weltenburger Enge soll ein Nationales Naturmonument werden

Das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge. (Foto: VöF, Franziska Jäger)Das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge. (Foto: VöF, Franziska Jäger)

Am Mittwoch, 18. Juli, fand auf Initiative von Landrat Neumeyer am Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz eine Informationsveranstaltung zum geplanten Nationalen Naturmonument Weltenburger Enge statt.

KELHEIM Willkommen geheißen wurden die 30 Teilnehmer aus dem Landkreis Kelheim dabei vom Staatsminister Dr. Marcel Huber, der sich für dieses Gespräch persönlich Zeit nahm und die Idee aus der Region ausdrücklich befürwortete: „Das Nationale Naturmonument Weltenburger Enge bietet großes Potential, die Natur erlebbar zu machen.“ Nach der Begrüßung durch Staatsminister Dr. Huber und Landrat Neumeyer wurden vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Grundlagen und Voraussetzungen für ein Nationales Naturmonument vorgestellt. Im Anschluss daran nutzten die Teilnehmer aus Kelheim, die aus den unterschiedlichsten Interessensgruppen zusammengesetzt waren, rege die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Unter anderem wurde hier der Wunsch geäußert, auch im weiteren Verfahren beteiligt zu werden. Grundsätzlich wurde das Projekt „Nationales Naturmonument“ als Chance für den Landkreis Kelheim erkannt und die Idee, der Weltenburger Enge dieses Prädikat zugestehen zu wollen, weitgehend positiv aufgefasst. Landrat Neumeyer war mit dem Verlauf des Informationsgespräches am Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zufrieden und freute sich über die positive Resonanz der Beteiligten.

Gleichzeitig, wenn auch nicht unmittelbar mit den Planungen des Nationales Naturmonumentes Weltenburger Enge zusammenhängend, wurde vereinbart die beiden bereits bestehenden Naturschutzgebiete „Weltenburger Enge“ und „Hirschberg und Altmühlleiten“ in ein gemeinsames Naturschutzgebiet zusammenzuführen. Diese Forderung, die auch im Rahmen des „Europadiploms“ bereits durch den Europarat aufgestellt wurde, soll durch Harmonisierung und Aktualisierung des Verordnungstextes substanziell zum Naturschutz beitragen und von der zuständigen Regierung von Niederbayern weiter verfolgt werden.

Durch die in diesem Zusammengang geplante Umweltbegegnungsstätte, die im alten Wittelsbacher Schloss in Kelheim angedacht ist, soll auch in Zusammenarbeit mit dem „Haus im Moos“, dem Auenzentrum Neuburg-Ingolstadt und dem geplanten Donauaquarium den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet werden, sich in diesen Zentren „Natur fachlich erklären zu lassen“. Die Umweltbegegnungsstätte soll dabei zu diesem Zweck als Einrichtung des Freistaates Bayern mit Fachpersonal ausgestattet werden.“


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