22.06.2018, 13:19 Uhr

Vermessungen Bayernwerk beginnt mit Bodenuntersuchungen für Anschluss Bachl

(Foto: Gerald Krausse/Bayernwerk AG )(Foto: Gerald Krausse/Bayernwerk AG )

Die Vorbereitung für die neue Kabelleitung zum Anschluss des Umspannwerks Bachl werden konkret: Ab Montag werden Bodenproben genommen und Flächen vermessen. Die Arbeiten werden voraussichtlich etwa sechs Wochen dauern. Die Bayernwerk Netz GmbH bereitet im Landkreis Kelheim das Genehmigungsverfahren einer neuen Hochspannungsleitung vor.

BACHL Betroffene Grundstückseigentümer und Pächter in den Gemeinden Hausen, Saal an der Donau und Rohr in Niederbayern haben ihr Einverständnis erklärt und werden über den Beginn der Untersuchungen nochmals schriftlich informiert. Die geplante 110-kV-Kabelleitung soll das Umspannwerk Bachl mit der bestehenden Freileitung zwischen Sittling und Regensburg am Anschlussmast bei Buchhofen verbinden. Um die Gelände- und Bodenverhältnisse für die abschließende Trassenauswahl, die Genehmigung und den Bau der neuen 110-Kilovolt-Erdkabelleitung einschätzen und bewerten zu können, führt die Bayernwerk Netz GmbH entlang des möglichen Leitungsverlaufs in den kommenden Wochen weitere Untersuchungen und Vermessungen vor Ort durch. Mitarbeiter der beauftragten Partnerfirmen Omexom Hochspannung GmbH und Buchholz und Partner GmbH werden ab Montag, 25. Juni, den Geländeverlauf vermessen und auf zuvor markierten Grundstücksflächen Bodenproben nehmen. Holzpflöcke markieren vorübergehend die einzelnen Bohrstellen. Die Arbeiten werden voraussichtlich etwa sechs Wochen dauern.

Bei den Vorbereitungsarbeiten für die neue Stromleitung kommt ein Unimog mit einem Bohrgerät zum Einsatz. Die jeweilige Bohrtiefe beträgt bis zu sieben Meter und ein Bohrloch hat einen maximalen Durchmesser von zehn Zentimetern. Insgesamt werden auf der rund acht Kilometer langen Trasse etwa 80 Bodenproben entnommen. Für die Detailaufnahmen des Geländeverlaufs werden die Mitarbeiter der Partnerfirmen ausschließlich zu Fuß unterwegs sein. Die betroffenen Eigentümer und Bewirtschafter der einzelnen Flurstücke sind vorab über die Maßnahmen informiert. Das Landratsamt Kelheim und das Wasserwirtschaftsamt Landshut haben die Bohrgenehmigung erteilt.

Hintergrund für den Ausbau des Hochspannungsnetzes ist der verstärkte Bau von Erneuerbare-Energie-Anlagen im Landkreis Kelheim in den vergangenen Jahren, die mit höherer Gesamtleistung ins Bayernwerk-Netz einspeisen. Die Ziele des Kabelneubaus sind, regenerative Energie für alle Verbraucher besser nutzbar zu machen und unvermindert eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. Die Planungen für das neue Erdkabel haben 2015 begonnen. Im Herbst 2015 hat das Bayernwerk die Öffentlichkeit, Eigentümer und Pächter informiert. Nach derzeitigem Planungsstand ist mit dem Baubeginn für die neue Kabelverbindung zwischen dem Umspannwerk Bachl und der Freileitung Sittling-Regensburg frühestens Mitte 2019 zu rechnen.


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